- 07.09.2010, 16:30:09
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Karl: Mehr Geld oder Unis schließen
Wissenschaftsministerin warnt im KURIER vor "Horror-Szenarien": Unis brauchen "frisches Geld", sonst müssen Professoren gekündigt werden
Wien (OTS) - Mit einem dramatischen Appell wendet sich
ÖVP-Wissenschaftsministerin Beatrix Karl an die SPÖ. Die
"Konsolidierung des Budgets" stelle die Hochschulen vor "extreme
Herausforderungen", sagt Karl im KURIER-Gespräch. Das Budget reiche
nur noch bis 2012, dann sei frisches Geld nötig - "zumindest 250
Millionen Euro pro Jahr". Karl will die Lücke durch Studienbeiträge
füllen. Da die SPÖ diese ablehnt, warnt die ÖVP-Ministerin vor
"Horrorszenarien". Karl: "Dann müssen wir zum Beispiel über die
Schließungen oder Zusammenlegung von Universitäten nachdenken; oder
über die Kündigung von rund drei Viertel der Professoren." Am Zug sei
die Partei von Kanzler Faymann: "Wenn die SPÖ Studienbeiträge
kategorisch ablehnt, muss sie endlich Vorschläge bringen, wie die
Unis zu mehr Geld kommen."
Karl bezweifelt, dass Studienbeiträge sozial Schwache treffen:
"Studienbeiträge in Kombination mit einem treffsicheren
Stipendiensystem haben keine abschreckende Wirkung." Das zeige die
aktuelle OECD-Studie: "Während der Zeit der Studiengebühren ist die
Zahl der Studierenden sogar gestiegen."
Rückfragehinweis:
KURIER-Innenpolitik:
01-52100-2649
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