Wien (OTS) - Das Hernstein Institut diskutierte am 1.9.2010 beim
diesjährigen Forum Alpbach das Bild des Managers nach der Krise.
Welche Kompetenzen müssen Manager von morgen haben? Brauchen
Unternehmen verstärkt "Heroes" oder mehr betriebswirtschaftlich und
werteorientierte Dienstleister? Welche Herausforderungen warten auf
die Management- und Leadership-Entwicklung?
Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Basis für erfolgreiches
Managen eine gut entwickelte Persönlichkeit ist. "Gerade in
turbulenten Zeiten, ist persönliche Souveränität die Grundlage für
nachhaltige Entscheidungen", so Katharina Lichtmannegger (ehem.
Fischer-Ledenice), Leiterin des Hernstein Instituts für Management
und Leadership. Die zu erreichen, sei allerdings nicht nur Aufgabe
des Einzelnen, sondern zugleich Aufgabe für jedes Unternehmen.
Beispielsweise in dem eine offene Fehlerkultur und Reflexion gelebt
werden.
Persönliche Kompetenzen sind zentral
"Manager brauchen verstärkt die persönliche Kompetenz Stellung zu
beziehen und die Fähigkeit diesen Spagat zu anderen Meinungen
auszuhalten. Und die Fähigkeit in dem Verantwortungsfeld, in dem man
als Manager tätig ist, in irgendeiner Form auch etwas für das große
Ganze zu tun", so Hernstein Berater Torsten Meiffert.
Die Stärkung von Leadership-Kompetenzen ist eine der zentralen
Herausforderungen, die auf die jeweilige Führungskraft zukommt.
Manager müssen sich ihrer Vorbildwirkung bewusst sein und
Entscheidungen mit Authentizität und Glaubwürdigkeit vermitteln
können. Dazu brauchen Sie auch "Entscheidungsbereitschaft und die
Fähigkeit zu kommunizieren", so Robert Chvátal, Vorsitzender der
Geschäftsführung T-Mobile Austria.
"Ungewissheiten und Widersprüche muss man aushalten können. Das
erfordert von den Managern einen reflektierten Umgang mit eigenen
Ängsten und schlussendlich Mut. ", so Katharina Lichtmannegger. Einig
waren sich die Teilnehmer, dass es eine Entwicklung hin zu einem
teamorientierten, dem Unternehmen dienenden Führungsverständnis gibt.
Faktor Mensch im Unternehmen
Wolfgang Kristinus, Geschäftsführender Gesellschafter Baustoff +
Metall GmbH sieht in der Unternehmenskultur einen Schlüsselfaktor, um
zukünftige Krisen zu meistern. "Es hat sich gezeigt, dass in
krisenresistenten Unternehmen dem Faktor Mensch bzw. Empathie
überproportional hohe Bedeutung beigemessen wird. Dies dürfte ein
Erfolgrezept für die Bewältigung künftiger, schwieriger
wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sein", ist Kristinus überzeugt.
Ohne strategische Analysen kann die Wettbewerbsfähigkeit eines
Unternehmens nicht sichergestellt werden. Nur was nützen all die
Analysen, wenn die Manager nicht genügend Zeit zur Reflexion haben?
"Unternehmen müssen es schaffen, Räume für Reflexion sowohl für die
einzelne Führungskraft als auch für gesamte Managementteams zu
ermöglichen", fasst Katharina Lichtmannegger zusammen. Generell war
man sich in Alpbach einig, dass dem Teamlernen in Zukunft ein höherer
Stellenwert eingeräumt werden soll, will man sich als Unternehmen
entwickeln.
Ebenso wichtig für die Zukunft ist es laut Einschätzung der
Teilnehmer sich um die Talente im Unternehmen zu kümmern. Sie zu
identifizieren und zu fördern ist notwendig, um im Unternehmen die
Schlüsselkräfte für morgen zu sichern.
Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Kaser, MAS
PR & Marktforschung, Hernstein Institut für Management und Leadership
T: 01/514 50-5633, E: daniela.kaser@hernstein.at
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