Wien (OTS/SPW-K) - "Die falsche Kritik der Wiener Grünen an den
Vorschulklassen und umgekehrt die abstruse Forderung der ÖVP, dass
alle außerordentlichen SchülerInnen - ungeachtet ihres Alters -
automatisch eine Vorschulklasse besuchen sollen, bestätigt vor allem
die Richtigkeit des Wiener Weges. Vorschulklassen sind für jene
Kinder, die noch nicht schulreif sind. Schulreife wiederum
konstituiert sich aus umfassenden sozialen, emotionalen, kognitiven,
sprachlichen und auch motorischen Kompetenzen und ist somit weit mehr
als die Fähigkeit, die Unterrichtssprache Deutsch zu beherrschen.
Gleichzeitig erfahren Kinder unterschiedlichen Alters, die aufgrund
sprachlicher Defizite nicht ausreichend in der Lage sind, dem
Unterricht zu folgen, als außerordentliche SchülerInnen eine
spezielle Förderung in Sprachförderkursen", stellte Wiens
Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl heute
fest.
Brandsteidl: "Die Forderung der Grünen, dass nicht schulreife
SchülerInnen ohne zusätzliche Hilfe ins 'kalte Wasser' gestossen
werden sollen und sofort in eine Regelschulklasse einzustufen sind,
ist zynisch. Aber auch der Forderung der ÖVP, dass man Sammelklassen
für Kinder mit Sprachdefiziten einrichtet, in der dann 6- bis
15-jährige gemeinsam beschult werden, ist inhuman. Wir in Wien stehen
für eine andere Linie: Wir möchten nicht-schulreife Kinder im Rahmen
der Volksschulklassen optimal fördern und zugleich Kindern, die dem
Unterricht aus sprachlichen Gründen nicht folgen können, dabei
helfen, durch gezielte Förderung möglichst rasch fit für den
Unterricht zu werden." (Schluss)
Rückfragehinweis:
Matias Meißner
Tel.: 0664-1301387
E-Mail: matias.meissner@gmx.at
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OTS0139 2010-09-06/12:45
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