- 06.09.2010, 10:41:42
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ÖH ruft Studierende zu Klagen auf
Republik muss für Studienzeitverzögerungen Schadensersatz leisten
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ruft
jene Studiereden zur Klage auf, die aufgrund zu geringer Kapazitäten
an den Universitäten Studienzeitverzögerungen in Kauf nehmen müssen.
"In einem Musterprozess, den die ÖH seit 2005 führt, hat der Oberste
Gerichtshof den Studierenden nun Recht gegeben: Die Universitäten
müssen genügend Lehrveranstaltungsplätze anbieten so dass alle
Studierenden in Mindeststudienzeit studieren können", erklärt Mirijam
Müller, ÖH Generalsekretärin. "Und: Die Republik muss für entstandene
Studienzeitverzögerungen Schadensersatz leisten", so Müller weiter.
"Tausende Studierende sind von Studienzeitverzögerungen betroffen -
wir rufen sie nun alle zur Klage auf", sagt Thomas Wallerberger vom
ÖH Vorsitz. "Studienzeitverzögerungen sind einer der Gründe für die
Drop-Outs an den Universitäten, viele können sich ein langes Studium
schlichtweg nicht leisten", so Wallerberger.
Verantwortlich für die katastrophalen Studienbedingungen ist die
Unterfinanzierung der Hochschulen. "Versuche der Regierung, den
Universitäten die Schuld in die Schuhe zu schieben sind
niederträchtig", meint Sigrid Maurer vom ÖH Vorsitzteam. "Pröll und
Faymann haben nicht nur die moralische Verpflichtung sondern auch
eine gesetzliche, die Unis auszufinanzieren", so Maurer.
Unter www.oeh.ac.at/klage können Betroffene die ÖH mit der
Behandlung ihres Falles betrauen. Die Prozesskosten trägt die ÖH
Bundesvertretung.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Wein, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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