Wien (OTS) - Genauer betrachtet ist Karls Idee wider ihrer
Darstellung alles Andere als fair. "Einen Schein nach dem anderen
abzulegen, mit dem alleinigen Ziel des Universitätsabschlusses vor
Augen, sei "schlichtweg jenseitig", kritisiert Flora Eder vom
Vorsitzteam der ÖH Uni Wien: "Studierende, die zusätzlich zu den
sogenannten Pflichtfächern Lehrveranstaltungen absolvieren wollen,
werden durch diese verrückte Idee besonders hart bestraft. Ebenso
diejenigen, die ihren Horizont mit einem Zweit- oder gar Drittstudium
erweitern und damit wertvolle Zusatzqualifikationen erlangen wollen."
"Karl scheint von ihrem neuen 'Eintrittspreissystem' so angetan zu
sein, dass sie es nicht gründlich durchdacht hat", meint Veronika
Helfert, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Enorme Verwaltungskosten würden
bei diesem System auf die Universitäten zukommen. Schon jetzt findet
die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, wie Karl offensichtlich
vergessen hat, vor Beginn des Semesters statt. "Wie soll der derart
verstärkte finanzielle Druck auf die Studierenden zu einer 'höheren
Planungssicherheit' für die Universitäten führen?", fügt Veronika
Helfert hinzu.
Eintrittspreise für Lehrveranstaltungen zu verlangen ist einfach
indiskutabel. "Karl muss aufhören, ständig nach Möglichkeiten zu
suchen, die finanzielle Not der Hochschulen von den Studierenden
bereinigen zu lassen. Stattdessen sollte sie ihrem Amt als
Wissenschaftsministerin gerecht werden und die Ausfinanzierung der
Unis im Staatsbudget durchsetzen", schließt Oona Kroisleitner vom
Vorsitzteam.
"Auch die Idee, Studiengebühren für einzelne Lehrveranstaltungen
einzuheben, ist ein weiterer Schritt hin zu einer Fachausbildung, die
nicht mit einem Emanzipatorischen Bildungsbegriff wie ihn die ÖH Uni
Wien fordert, vereinbar ist", zeigt sich die ÖH Uni Wien schockiert
von diesem Vorstoß: "Karl zeigt einmal mehr ihr wahres Gesicht."
Rückfragehinweis:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Lucia Bischof: 0676 97 18 993
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OTS0029 2010-09-05/11:18
051118 Sep 10
OHW0001 0292