• 04.09.2010, 12:34:11
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RfW-Amann zu Herbstlohnrunde: Wirtschaftspolitische Vernunft statt gewerkschaftlicher Maßlosigkeit ist gefordert!

RfW-BO WKÖ-Vize Amann für die Verschiebung der Lohn- und Gehaltsverhandlungen zumindest bis zum 2. Dezember und die Einführung einer Regionalisierungskomponente.

Wien (OTS) - "Statt der sich immer schneller nach oben
schraubenden Anspruchsspirale der Gewerkschafter muss
wirtschaftspolitische Vernunft einkehren", fordert heute
WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann in Zusammenhang mit
der Herbstlohnrunde. Das bedeute zweierlei: Die Verschiebung der
Lohn- und Gehaltsverhandlungen zumindest bis zum 2. Dezember und die
Einführung einer Regionalisierungskomponente. "Erstens: Ohne valide
Budgetdaten sind Verhandlungen eine Gleichung mit zu vielen
Unbekannten. Und zweitens gibt es neben den branchenspezifischen
Unterschieden auch regionalspezifische", so Amann.

Die Grundformel der Lohnverhandlungen, basierend auf Inflation und
Produktivität, habe aktuell eine zusätzliche Unbekannte: die
umfangreichen Belastungen, die durch das "Raubritter-Budget 2011" auf
alle Beteiligten zukommen würden. Amann: "Wenn das Budget 2011
beispielsweise höhere Mehrwertsteuern, Energie- oder Mineralölsteuern
vorsieht, kommen auf Unternehmer und Arbeitnehmer deutlich höhere
Kosten zu. Allein diese Maßnahmen würden Konsum, Produktivität und
Inflation negativ beeinflussen." Statt eine undifferenzierte
Forderungslawine auf die Wirtschaft loszutreten, sollten die
ÖGB-Granden daher besser beim Genossen Kanzler in Sachen
"rechtzeitiges Budget 2011" Druck machen.

Im Sinne einer tragfähigen Lösung spricht sich der WKÖ-Vizepräsident
erneut dafür aus, die Kollektivvertragsverhandlungen auf Länderebene
zu führen. Rahmenbedingungen wie etwa das Thema
Arbeitszeitflexibilisierung, Lehrlingsentschädigungen, Gehaltsgruppen
und ähnliches könnten auf Bundesebene abgesteckt werden,
Lohnabschlüsse sollten "regionalisiert" werden.

"Auch wenn die Wirtschaft wieder anzuziehen scheint: Bei manchen
Betrieben sind die Auftragsbücher eben noch nicht voll. Der
politische "Erfolg" eines für strukturschwache Regionen überzogenen
Lohnabschlusses wäre gleichzeitig eine wirtschaftliche Niederlage für
alle Beteiligten und würde unweigerlich zum Verlust von
Arbeitsplätzen führen", so Amann abschließend.

Rückfragehinweis:

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