- 03.09.2010, 11:30:22
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Pakistan: Dem Hochwasser folgt eine Nahrungsmittelkatastrophe
Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl berichtet
Innsbruck, 03.09.10 (KAP) "Von Entspannung kann keine Rede sein" -
so brachte Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl seine Eindrücke
aus der Katastrophenregion Pakistan bei einer Pressekonferenz am
Freitag in Innsbruck auf den Punkt. Preindl war unlängst von einem
vierzehntägigen Einsatz im Überschwemmungsgebiet in Pakistan
zurückgekehrt und berichtete von der aktuellen Lage: Die größte
Herausforderung liege derzeit in der Versorgung mit sauberem
Trinkwasser, mit Hygieneartikeln, Medikamenten, Nahrungsmitteln und
Zelten.
Berichte von der Benachteiligung von religiösen Minderheiten wie
Hindus und Christen bei der Nothilfe konnte Preindl auf
"Kathpress"-Rückfrage nicht bestätigen. Zwar komme es immer wieder
vor, dass die pakistanische Regierung die eigenen Hilfsmaßnahmen
"instrumentalisiert, wo es politisch opportun erscheint", aber eine
bewusste Diskriminierung von Minderheiten im Rahmen der Nothilfe sei
ihm nicht bekannt. Es gehöre bei den internationalen
Hilfsorganisationen darüber hinaus zum Standard, gerade auf die
Minderheiten ein besonderes Auge zu haben. So arbeite die Caritas
Österreich etwa auch in Dörfern, in denen Muslime, Hindus und
Christen zusammenleben. "So ist unsere Arbeit auch immer ein
Stückweit Arbeit für den interreligiösen Dialog", so Preindl.
Die Caritas Österreich konnte bislang rund 3,3 Millionen Euro an
Spenden für Pakistan lukrieren. Allein die Caritas Tirol konnte
davon laut Angaben von Caritasdirektor Georg Schärmer rund 320.000
Euro an Spenden zur Verfügung stellen.
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) hkl/pwu/
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