- 02.09.2010, 13:30:52
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VP-Korosec: Stadt Wien ist auf Zunahme seelischer Erkrankungen ungenügend vorbereitet
Adäquate Behandlung darf keine Frage des Einkommens sein
Wien (OTS) - Es sei schon lange bekannt, dass psychische
Erkrankungen auf dem Vormarsch sind und mittlerweile die häufigste
Ursache für Invaliditätspensionen darstellen. Vergleiche man das bis
dato verfügbare Versorgungsangebot, so müsse man feststellen, dass
der Aufholbedarf der Wiener Stadtregierung enorm sei, konstatiert die
Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, in Vorschau
auf den "Tag der seelischen Gesundheit" im Wiener Rathaus am 3.
September.
"Wenn man bedenkt, dass eine einzelne Psychotherapiestunde zwischen
65 und 100 Euro kostet, und davon die Krankenkasse nur 21,80 Euro an
Zuschuss gewährt, dann liegt es auf der Hand, dass die Zahl der
Behandlungseinheiten eindeutig von der Größe des Geldbeutels der
Patient/innen abhängt. Hier muss bei Zeiten gegengesteuert werden.
Ich verstehe absolut nicht, warum man sich im Stadtratsbüro noch
keine Gedanken über eine Verbreiterung des Angebots in Hinblick auf
die finanzielle Leistbarkeit gemacht hat", erklärt die
VP-Abgeordnete.
Angebot bei Kinder- und Jugendpsychiatrie muss rasch ausgebaut
werden
Auch bei der Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie
ortet die VP-Gesundheitssprecherin große Defizite, die umgehend
behoben werden müssen. "In Wien gibt es nach wie vor nur einen
einzigen Kinder- und Jugendpsychiater mit Kassenvertrag. Das ist für
die jungen Patient/innen in Wien eine Katastrophe. Mir sind bis dato
noch keine Initiativen aus dem Rathaus bekannt, die eine deutliche
Verbesserung in dieser Situation bringen würden."
Was die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen betrifft,
so müsse man einmal mehr konstatieren, dass die dringend benötigte
zusätzliche Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie im
Krankenhaus Nord wohl viel später als geplant kommen wird, da als
Zeitplan für die Vollinbetriebnahme des neuen Spitals mittlerweile
das Jahr 2016 genannt wird. "Solange die zusätzliche Abteilung nur
auf dem Reißbrett existiert, werden Kinder und Jugendliche aus
Platzgründen weiterhin in der Erwachsenenpsychiatrie untergebracht.
Hier haben Wiens Gesundheitsstadträtinnen eindeutig zu viel Zeit
verstreichen lassen, statt nach einer raschen Beendigung dieser
Notlösung zu suchen. Nur bunte Broschüren verteilen und Events
veranstalten ist zu wenig, Wien braucht deutlich mehr Tempo bei den
Reformen im Gesundheitswesen und dafür wird die ÖVP Wien auch
verstärkt eintreten", so Korosec abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]
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