- 02.09.2010, 11:54:48
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LR Ragger: Lehrberuf Pflege scheitert bisher an Ignoranz des Bundes
Kärnten arbeitet mit Tirol und Vorarlberg an Lösungen
Klagenfurt (OTS) - "Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung
und einige Bundesländer die Notwendigkeit, einen Lehrberuf Pflege
einzuführen, bis dato ignorieren. Hier besteht dringender
Handlungsbedarf", erklärt der Kärntner Sozialreferent LR Mag.
Christian Ragger.
Mit seinen Amtskollegen in Vorarlberg und Tirol sei er sich darüber
einig. Diese drei Länder wollen im nächsten Jahr mit einem
Pilotprojekt starten, bei dem jungen Menschen die Möglichkeit
bekommen sollen, eine theoretische Ausbildung in der Berufsschule und
fachliche in Pflegeheimen mit dem Status als Pflegehelfer abschließen
zu können. Das größte Hindernis dabei seien derzeit die bestehenden
Altersgrenzen in den bestehenden Bundesgesetzen, welche 16 - bis
18jährige von diesem wichtigen Berufsfeld aussperren.
Mit Zufriedenheit registriert Ragger mittlerweile, dass laut NRAbg.
Ursula Haubner auch in Oberösterreich ein Umdenken stattfindet. "Wenn
jetzt schon vier Bundesländer den dringenden Handlungsbedarf
erkennen, werden hoffentlich auch die Sozialreferenten ihre bisherige
ablehnende Haltung aufgeben. "Dieses Thema gehört daher auf die
Tagesordnung des nächsten Treffens der Sozialreferenten. Für Ragger
ist es unverständlich, dass über die größten Herausforderungen in der
Sozialpolitik, die Einführung eines Pflegefonds, der die ungelöste
Frage, wie man die rasant wachsenden Pflegekosten abdeckt und die
Sicherung des Pflegekräftenachwuchses, seit Jahren nur geredet, aber
nicht gehandelt wird.
"Die Performance der Bundesregierung in diesen Bereichen ist absolut
ungenügend", meint Ragger.
Es sei jedenfalls nicht einzusehen, warum in einem Berufsfeld, das
absolut krisensicher ist, weil ein langfristiger Bedarf besteht,
nämlich der Pflege, keine Lehre angeboten wird. Gesundheits- und
Sozialministerium sollten hier Pilotprojekte zulassen, damit die
Absolventen auch die Sicherheit haben, dass ihre Ausbildung auch
bundesweit anerkannt wird. Ideal wäre es, wenn die bestehenden
Ausbildungsakademien für Gesundheitsberufe mit den Pflegeheimen ein
solches Projekt durchführen würden, so Ragger abschließend.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Büro Landesrat Mag. Christian Ragger
Pressesprecherin: Mag. Kristina Terplak
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