- 02.09.2010, 11:49:10
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Vbgm Ludwig stellt die Wiener HausbetreuerInnen vor
Nach dem ÖVP-Veto gegen eine bundegesetzliche Lösung: Der Wiener Weg - das Alternativmodell zum verhinderten "Hausbesorger NEU"
Wien (OTS) - Eine Anstellung von HausbesorgerInnen ist seit
deren Abschaffung durch die damalige ÖVP-FPÖ-Bundesregierung im Jahr
2000 aufgrund der rechtlichen Bestimmungen nicht mehr möglich. "Mit
einer überwältigenden Mehrheit von 84 Prozent haben sich die
Wienerinnen und Wiener für die Schaffung zur Möglichkeit der
Einstellung von Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern mit modernem
Berufsbild ausgesprochen. Bedauerlicherweise scheitert eine
bundesweite einheitliche Regelung an der dezitierten Ablehnung der
ÖVP. Ich nehme das Votum der Wiener Bevölkerung sehr ernst. Deshalb
gehen wir den Wiener Weg und bieten im Bereich der Stadt Wien, wo es
die Mehrheit der Mieterinnen und Mieter wünscht, mit den ,Wiener
Hausbetreuerinnen und -betreuern' die Alternative zum Hausbesorger
NEU an - mit fixen Ansprechpartnerinnen und -partnern, einer
umfassenden Betreuung aus einer Hand und mit zeitgemäßem Berufsbild",
erklärte Vizebürgermeister Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, heute,
Donnerstag, im Rahmen der Präsentation der Wiener HausbetreuerInnen.
Die ersten, vorerst acht, Wiener HausbetreuerInnen nehmen mit
September ihre Arbeit auf. Sie sind bei der Wiener Wohnen Haus- und
Außenbetreuung GmbH nach dem Kollektivvertrag für Denkmal-, Fassaden-
und Gebäudereiniger angestellt. ****
Klar definierte Aufgaben zu fixen Arbeitszeiten
Mit den Wiener HausbetreuerInnen, die täglich und ausschließlich in der von ihnen betreuten Wohnhausanlage vor Ort sind und fixe, den
MieterInnen bekannte, Sprechstundenzeiten haben, wird dem vielfachen
Wunsch nach der ,guten Seele' im Haus entsprochen. Der
Leistungsumfang bezieht sich auf die Reinigung der gesamten Innen-
und Außenbereiche zu klar festgelegten Dienstzeiten. Ausgenommen
davon ist der Winterdienst, der aufgrund der geltenden Bestimmungen
des Arbeitszeit- und Arbeitszeitruhegesetzes nicht möglich ist. Bei
Schneefall ist vorgesehen, dass die Wiener HausbetreuerInnen die
vorherrschenden Witterungsverhältnisse telefonisch an die
Einsatzleitung melden und bei Gefahr in Verzug - etwa bei
Blitzeisbildung - eine Streuung durchführen. "Die Hausbesorgerinnen
und Hausbesorger, wie wir sie jetzt zum Teil noch haben, sind vom
Arbeitszeitruhegesetz ausgenommen. Beim Wiener Weg darf aufgrund der
gesetzlichen Rahmenbedingungen die wöchentliche Arbeitszeit von
fünfzig Stunden nicht überschritten werden", führte Wohnbaustadtrat
Ludwig aus.
Die Aufgaben der Wiener HausbetreuerInnen im Überblick
- Fachgerechte Reinigung der zugeordneten Bereiche
- Eingeschränkter Winterdienst und Meldung von Schneefall an die
Einsatzzentrale, Durchführung von Sofortmaßnahmen bei Gefahr in
Verzug
- Kontrolle der Wohnhausanlagen und Meldung eventueller Schäden an
die Eigentümerin Wiener Wohnen
- Durchführung einfacher Kleinreparaturen oder Unterstützung des
Technikteams zur Durchführung von größeren Reparaturarbeiten
- Lagerverwaltung und Materialanforderung
- direkte AnsprechpartnerInnern mit fixen Sprechstunden für
MieterInnen und MietervertreterInnen und damit die
Kommunikationsschnittstelle zur Hausverwaltung Wiener Wohnen
- Entgegennahme und Weiterleitung von Anfragen, Wünschen und
Anregungen der MieterInnen an die Hausverwaltung
- Einführung von NeumieterInnen in der Wohnhausanlage
- Konfliktmanagement
Verpflichtende Schulung in Kommunikation und Methoden zur
Konfliktmanagement
Die Wiener HausbetreuerInnen werden mit dem Ziel der internen
Qualifikation auf ihre Aufgaben praktisch und fachlich bestens
vorbereitet. Neben der allgemeinen Einführung werden die neuen
MitarbeiterInnen durch den Einsatz in einem erfahrenem Team umfassend
mit der professionellen Reinigung und Durchführung von Reparaturen -
gemäß den Standards der Haus- und Außenbetreuungs GmbH - vertraut
gemacht. Nach der Einschulungsphase im Ausmaß von 120 Arbeitsstunden
erfolgt ein Mentoring über einen Zeittraum von drei Wochen samt
Unterstützung durch kompetente AnsprechpartnerInnen. Verpflichtend
vorgesehen ist ebenso eine Aufzugsschulung, um die Betreuung der
Lifte gemäß der geltenden Rechtsvorschriften gewährleisten zu können.
"Außerdem - und das ist mir besonders wichtig - werden die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Kommunikation und Methoden
der Konfliktmanagement geschult. Damit entsprechen wir dem Wunsch
vieler Mieterinnen und Mieter nach sozial kompetenten und
hervorragend ausgebildeten Ansprechpartnerinnen und -partnern", hielt
Vizebürgermeister Ludwig fest.
Keine Dienstwohnung - faires und transparentes
Entlohnungssystem
Die Wiener HausbetreuerInnen werden nach der zu reinigenden Fläche
(Stiegenhäuser, allgemeine Flächen) und den zu verrichtenden
Tätigkeiten leistungsgerecht entlohnt. Bei der Zuordnung der zu
betreuenden Gebäudeteile wird darauf geachtet, dass neben der
Reinigung, den Kontrollgängen und Kleinreparaturen auch Zeit für die
MieterInnen vorhanden ist. Der direkte Kontakt zwischen den
MieterInnen und den Wiener HausbetreuerInnen ist ein von Wienerinnen
und Wienern vielfach geäußerter Wunsch, dem durch diese Regelung
Rechnung getragen wird.
"Aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass viele Mieterinnen und
Mieter für die Betreuung aus einer Hand und dafür, dass jemand in der
Anlage ist, der auch für den sozialen Zusammenhalt sorgt, auch bereit
sind, etwas höhere Betriebskosten zu leisten. Ihnen ist sehr wohl
bewusst, dass ein Mehr an Leistung auch eine Mehr an Kosten bedeutet.
Das Wiener Modell bietet ein faires und transparentes System, das nur
einen minimalen finanziellen Mehraufwand bedeutet", unterstrich der
Wiener Wohnbaustadtrat. Er verwies darauf, dass die Wiener
HausbetreuerInnen nur dort zum Einsatz kommen, wo es auch dem Wunsch
der Mehrheit der MieterInnen entspricht: "Ich habe immer für die
Wahlfreiheit zwischen der Rundum-Betreuung aus einer Hand, bei der
auch jemand auf das gute Miteinander der Gemeinschaft schaut, und der
ausschließlichen Reinigung plädiert. Diese Wahlfreiheit bieten wir in
Wien jetzt in den städtischen Wohnhausanlagen an". Erfreulich sei,
dass auch zahlreiche gemeinnützige Bauträger ihr Interesse am Wiener
Weg der Hausbetreuung angemeldet haben.
Im Gegensatz zu den bisherigen HausbesorgerInnen ist keine
Dienstwohnung vorgesehen. Die Vertretung während des Urlaubs oder im
Krankheitsfall erfolgt durch Teams der Wiener Wohnen Haus- und
Außenbetreuung GmbH und kann nicht wie bei den bestehenden
HausbesorgerInnen selbst geregelt werden.
"Die Stadt Wien hat ihr Versprechen eingelöst und ein
transparentes System mit Wahlfreiheit für die Gemeindemieterinnen und
-mieter geschaffen. Es ist nun an der ÖVP im Interesse aller
Mieterinnen und Mieter - unabhängig von der Wohnform - ihre
Blockadepolitik zu beenden und ein bundesweites, modernes
Hausbesorgergesetz zu ermöglichen", so Vizebürgermeister Ludwig
abschließend.
Informationen für MieterInnen und BewerberInnen
Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung GmbH
Landstraßer Hauptstraße 99/1/3A
1030 Wien
http://www.hausbetreuung-wien.at/
Servicenummer: 0800 80 80 27 (Schluss) kau
Rückfragehinweis:
Christian Kaufmann
Mediensprecher Vbgm. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01/4000-81277
mailto: [email protected]
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