• 02.09.2010, 10:38:12
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FFG: Experten bestätigen Notwendigkeit einer offensiven Forschungspolitik

FFG organisierte hochkarätig besetzten Arbeitskreis bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen

Alpbach (OTS) - Österreich müsse trotz der notwendigen
Budgetkonsolidierung deutliche Akzente für nachhaltiges Wachstum
setzen, und zwar in den Bereichen Forschung, Bildung und Innovation.
Dazu gehöre ein konstantes Wachstum bei den öffentlichen Ausgaben und
entsprechende Rahmenbedingungen. Andere Länder hätten in ihren
Konjunkturpaketen wesentlich stärkere Akzente gesetzt, beispielsweise
Deutschland oder die USA. Zu diesen Schlussfolgerungen kamen die
Experten im Arbeitskreis "Innovation: Voraussetzung für eine
erfolgreiche Zukunft" bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen. Der
Arbeitskreis wurde mit Unterstützung der FFG durchgeführt.

Gernot Hutschenreiter von der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit (OECD) betonte, dass die öffentliche Förderung zentral
sei zur Aufrechterhaltung der Innovationsaktivitäten der Wirtschaft.
Es sei gerade jetzt wichtig, Maßnahmen zur Stärkung langfristiger
Wachstumsfaktoren zu setzen, und dazu gehörten insbesondere
Forschung, Bildung, Innovation, "intelligente Infrastruktur" und
"Green Growth"-Initiativen. In einer vergleichenden Analyse von
Konjunkturpaketen anderer Länder mit Österreich kam Margit
Schratzenstaller-Altzinger vom Institut für Wirtschaftsforschung
(WIFO) zum Schluss, dass der Anteil an Zukunftsinvestitionen am
Konjunkturpaket mit 29 Prozent in Österreich unter dem
OECD-Durchschnitt und weiter hinter Ländern wie Deutschland,
Frankreich, Australien oder Portugal liege.

"Die Forschung in Unternehmen steht unter Druck, sowohl
hinsichtlich der Finanzierung, wie auch besonders bei mittel- und
längerfristigen Projekten", so die Geschäftsführer der FFG, Henrietta
Egerth und Klaus Pseiner. "Experten bestätigen uns, dass es gerade
jetzt notwendig ist, mit den geeigneten Instrumenten kräftige Impulse
zu setzen." Die Budgetkonsolidierung müsse entsprechende Schwerpunkte
setzen. Daher - so der Tenor im Arbeitskreis - sei es notwendig, dass
die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auch in Zukunft konstant
steigen, Budgetkonsolidierung dürfe nicht "mit dem Rasenmäher"
durchgeführt werden.

Hutschenreiter betonte weiter, dass es in der aktuellen Situation
wichtig sei, die Kooperation von Firmen mit Forschungseinrichtungen
sowie die Bildung und Entwicklung von Clustern und Kompetenzzentren
zu unterstützen. "Genau hierfür haben wir die geeigneten
Förderangebote in unserem Portfolio", so Egerth. Welche Bedeutung die
Kompetenzzentren für den Standort Österreich und die
Wettbewerbsfähigkeit haben, wolle die FFG im Rahmen des diesjährigen
FFG FORUMs am kommenden Donnerstag aufzeigen, so Egerth weiter.

Der Vorstandsvorsitzende der Agrana, Johann Marihart bestätigte,
dass die Förderung von Projekten auch die Forschung innerhalb der
Unternehmen stärke, weil sie ein Gütesiegel darstelle. Gabriele
Lutter, Vorstandssprecherin der ÖBB-Personenverkehr AG berichtete
über aktuelle Projekte zur Hebung der Servicequalität der Bahn und
bestätigte, dass gerade auch für die Bahn Innovationen wichtige
Voraussetzung für die Zukunft darstellen. August Reschreiter,
Kabinettschef im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie (BMVIT) erläuterte im Rahmen des Arbeitskreises die neue
Schwerpunktsetzung seines Ministeriums in der Forschungsförderung.

Mit dem Arbeitskreis hat die Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft FFG erstmals eine wichtige Rolle im
Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche übernommen. "Es ist uns
wichtig, nicht nur an den Technologiegesprächen teilzunehmen, sondern
wir wollen auch bei den Wirtschaftsgesprächen die zentrale Bedeutung
von Forschung und Innovation für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit
betonen", so Pseiner.

Rückfragehinweis:

Österreichische 
   Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) 
   Linde Tuscher 
   mailto:[email protected]  
   Tel.: +43 (0)5 7755-6010 
   www.ffg.at

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