Klagenfurt (OTS) - Die skandalöse Vorgehensweise der Stadt
Klagenfurt rund um den Posten des Mes-sepräsidenten könnte nun
weitreichende Auswirkungen haben: Wirtschaftskammer-präsident Franz
Pacher bietet der Stadt an, ihren 48-Prozent-Anteil an der
Messe-betriebsgesellschaft an die Wirtschaft abzugeben. Pacher: "Für
parteipolitischen Postenschacher und die übliche Unkultur im Umgang
miteinander sind uns die Kärntner Messen zu wichtig und zu schade!
Raus mit der Politik aus der Messe, sol-che Verflechtungen sind
unzeitgemäß und wirtschaftsfremd!"
Schon in der Vergangenheit hat die Stadt mehrfach bewiesen, dass
sie ein schlech-ter Unternehmer und ein verantwortungsloser
Mehrheitseigentümer der für die Landeshauptstadt wichtigen
Messebetriebsgesellschaft ist: Für nötige Kapitalerhö-hungen bei der
Messegesellschaft habe die in einer budgetären Notlage befindliche
Stadt ohnehin kein Geld, seit Jahren werde an wichtigen strategischen
Fragen wie jener eines Konferenzzentrums oder des Hallenbades
ergebnislos herumgepfuscht, kritisiert Pacher.
Aktueller Auslöser von Pachers Vorstoß: Der Klagenfurter
Bürgermeister missbraucht aus parteipolitischen Motiven das der
Landeshauptstadt zustehende Vorschlagsrecht, um ohne Absprache mit
den Miteigentümern Wirtschaftskammer und Landesholding (jeweils 26
Prozent) den sowohl bei den Kärntner Wirtschaftskammerwahlen
abgestürzten als auch aus seiner Funktion als WKÖ-Vizepräsident
ausgeschiedenen Kleinkirchheimer Bürgermeister Krenn auf einen
Versorgungsposten als Messepräsident zu hieven.
Pacher: "Deshalb gibt es von uns ein klares Angebot der
Wirtschaft: Wir sind bereit, im Interesse des Wirtschaftsstandortes
Klagenfurt und der Messegesellschaft die Anteile der Stadt Klagenfurt
zu übernehmen." Dass die verantwortliche Politik in der
Landeshauptstadt vom Wirtschaften keine Ahnung habe, sei schon
vielfach unter Beweis gestellt worden, etwa beim Debakel rund um das
Stadion oder der dringend nötigen Sanierung der Stadtwerke. Laut
Medienberichten sei es nicht einmal gelungen, überschaubare Aufgaben
wie die Parkraumbewirtschaftung kostendeckend zu betreiben. Pacher:
"Die beiden einzigen Sanierungsschritte, die Scheider und Co.
geschafft haben, sind die Belastung der Bürger durch die Einführung
einer zusätzlichen Wasserbereitstellungsgebühr und die
parteipolitische Bestellung des Ex-FPÖ-Politikers Reichhold zum
Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke. Na bravo, von solchen
Eigentümern soll die Messe künftig verschont bleiben!"
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Kärnten
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