• 02.09.2010, 08:14:50
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Handelsverband fordert echte Reformschritte für modernen Kollektivvertrag

Mumelter: Über GPA-Forderung von 1.300 Euro Mindestlohn muss man reden PDH031

Alpbach (OTS) - "Es geht um transparentere und einfachere
Regelungen in einem modernen Kollektivvertragsrecht, an dem seit
Jahren gearbeitet wird", erklärt Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer
des Österreichischen Handelsverbandes, in Reaktion auf die
Ankündigung des GPA-Vorsitzenden Wolfgang Katzian, einen Mindestlohn
von 1.300 Euro für die Handelsangestellten anzupeilen. "Darüber
wollen wir gerne reden, wenn wir im Gegenzug eine fairere Verteilung
der Einkommen insbesondere für die jungen Arbeitnehmer im Handel und
deutliche Signale bei einer Vereinfachung der Zuschläge für die
Mehrarbeit erreichen", erklärt Mumelter am Rande der
Wirtschaftsgespräche beim Forum Alpbach.

Katzian habe Recht, wenn er einräume, dass man dieses
Mindestlohn-Ziel "nicht auf einen Schlag erreichen" werde, wie er
wörtlich gegenüber der APA einräumt. "Wir nehmen dieses Ziel auch auf
Arbeitgeberseite im Handel sehr ernst", betont Mumelter. Denn die
Richtung stimmt und werde auch von den Handelsunternehmen
unterstützt, solange man das Kind nicht mit dem Bad ausschütte. Für
die bevorstehende Herbstlohnrunde erwarte Mumelter daher von allen
Beteiligten Weitblick und Besonnenheit, da manche Auswirkungen der
globalen und europäischen Finanzkrise den Handel noch nicht voll
getroffen hätten. "Die Talsohle ist noch nicht durchschritten", mahnt
Mumelter und darüber hinaus seien einzelne Branchen im Handel, aber
auch Unternehmen höchst unterschiedlich betroffen.

Der Handel ist der zweitgrößte Arbeitgeber in Österreich und seine
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen sich klare Planbarkeit
und Orientierung durch ein zeitgemäßes Arbeitsrecht, das den
Anforderungen einer modernen Arbeitsumwelt genügt und den Nachwuchs
von fähigen Köpfen fördert. Die Unternehmerinnen und Unternehmer im
österreichischen Handel werden die Chancen, die sich aus einem
modernen Rahmenrecht ergeben, nutzen und den Wirtschaftsstandort
sichern. "Die Richtung stimmt, aber eine bloße Verordnung von
Mindestlöhnen greift zu kurz, Herr Katzian", so Dr. Stefan Mumelter.

Der Handelsverband wurde vor 90 Jahren gegründet und ist heute
eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen
Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines
Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus
versteht sich der Verband als handelsorientiertes
Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes
Wirtschaftsforum und Plattform für den politischen, rechtlichen und
technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien,
Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und
fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsument/innen
zum Handel.

HANDELSVERBAND
Präsident: Dr. Stephan Mayer-Heinisch
Geschäftsführer: Dr. Stefan Mumelter
A-1080 Wien, Alser Straße 45
Tel +43 (01) 406 22 36, Fax +43 (01) 408 64 81,
[email protected]
www.handelsverband.at, www.versandhandel-online.at

Rückfragehinweis:
Michael Schiebel, +43 664 3011363

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