• 01.09.2010, 11:10:10
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Tumpel: Menschen am Rande des Arbeitsmarktes brauchen Unterstützung

Wien (OTS) - Mit rund 281.260 Arbeitsuchenden ( 218.398
registrierten Arbeitslosen und 62.865 Personen in Schulungsmaßnahmen
des Arbeitsmarktservice) ist die Arbeitslosigkeit in Österreich im
Vorjahresvergleich um über 15.200 Betroffene oder um rund 5 Prozent
gesunken. "Es ist gut, dass sich der Arbeitsmarkt in Österreich
weiter erholt. Das ist auch ein Erfolg der beschäftigungs- und
konjunkturpolitischen Anstrengungen", sagt AK Präsident Herbert
Tumpel. Aber noch immer bringt der Rückgang keine nachhaltige
Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, ist die Arbeitslosigkeit
unerträglich hoch und bedeutet für Viele massive finanzielle
Einbußen. Die Arbeitsmarktentwicklung muss daher weiterhin ein
zentrales Anliegen der Politik sein. Sorgen bereiten dem AK
Präsidenten jene ArbeitnehmerInnen, die von der Wirtschaftskrise an
den Rand des Arbeitsmarktes gedrängt wurden und werden. "Lange
Arbeitslosigkeit bedeutet massive Verarmungsgefahren für die
Betroffenen - ein Risiko, das mit der bedarfsorientierten
Mindestsicherung gemildert werden kann", sagt Tumpel und begrüßt,
dass dieser Meilenstein bei der Armutsbekämpfung wenigstens in drei
Bundesländern (Wien, Niederösterreich und Salzburg) endlich Realität
wird. An die anderen Bundesländer appelliert Tumpel, die
Mindestsicherung so rasch wie möglich umzusetzen. Außerdem dürfen die
AMS-Maßnahmen zur Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit nicht
zurückgenommen werden. "Hier zu sparen ist kurzsichtig und unsozial.
Gerade in der Krise brauchen Menschen am Rande des Arbeitsmarktes
besondere Unterstützung."

Für Tumpel ist auch wichtig, dass das Budget so in Ordnung
gebracht wird, dass das nicht zu Lasten der Beschäftigung und der
ArbeitnehmerInnen geht, die die Krise nicht verursacht haben.
Jedenfalls muss die Art der Konsolidierung von der künftigen
wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Jetzt sollen einmal jene einen
Beitrag leisten, die die Krise mitverursacht haben oder bereits in
den Genuss einer Unterstützung durch die Steuerzahler gekommen sind.
Der AK Präsident verlangt insbesondere die Bekämpfung von
Steuerbetrug und -hinterziehung, eine rasche Einführung einer
Bankenabgabe, die Einführung einer Transaktionssteuer sowie die
Beseitigung und Schließung von Steuerprivilegien und -lücken.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Thomas Angerer
Tel.: +43-1 501 65-2578
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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