- 01.09.2010, 09:50:23
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Bilanz über 1 Jahr Verkehrscoaching: Alkoholunfälle gehen zurück
Maßnahmen setzen lohnt sich: Im Zeitraum Jänner bis Mai 2010 ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der bei Alkoholunfällen Verletzten um 15 Prozent zurückgegangen.
Wien (OTS) - Seit 1.9.2009 müssen Lenker, die zum ersten Mal mit
Promillewerten zwischen 0,8 bis 1,19 am Steuer erwischt werden, ein
Verkehrscoaching absolvieren. Betrachtet man die Unfallzahlen so
zeigt sich, dass das von Verkehrsministerin Doris Bures gesetzte
Maßnahmenpaket bereits Wirkung zeigt: In den Monaten Jänner bis Mai
2010 passierten in Österreich 737 Alkoholunfälle, bei denen 991
Menschen verletzt und zehn getötet wurden. Im Vergleichszeitraum 2009
waren es hingegen noch 835 Unfälle, bei denen Alkohol am Steuer eine
Rolle spielte. "Die Zahl der Alkoholunfälle ist im ersten Halbjahr
2010 im Vergleich zum selben Zeitraum 2009 um zwölf Prozent
zurückgegangen. Das ist der stärkste Rückgang bei Alkoholunfällen in
den vergangenen Jahren. Die Unfallzahlen belegen klar: Das
Verkehrscoaching und die flankierenden Maßnahmen wie höhere
Geldstrafen, mehr Kontrollmöglichkeiten durch Alkoholvortestgeräte
sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen haben sich bewährt", sagt Othmar
Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Bei den
bei Alkoholunfällen Verletzten konnte im Zeitraum Jänner bis Mai 2010
im Vergleich zum selben Zeitraum 2009 sogar ein Rückgang um 15
Prozent verzeichnet werden.
Ein ähnlich starker Rückgang bei Alkoholunfällen konnte zuletzt nur
im Jahr 2006 verzeichnet werden: Im Zeitraum Jänner bis Mai 2006
passierten um 14 Prozent weniger Alkoholunfälle als im selben
Zeitraum 2005. Die Maßnahmen, die hier als ausschlaggebend angesehen
werden können, waren die Einführung des Vormerksystems im Juli 2005
sowie die Ausstattung der Exekutive mit Alkoholvortestgeräten im
selben Jahr.
Erfolg des Verkehrscoachings als Vorbild für weitere Maßnahmen
Das Verkehrscoaching für Alkolenker setzt bei Lenkern an, die zum
ersten Mal auffällig werden. "Das Verkehrscoaching ist eine
treffsichere und wirkungsvolle Maßnahme, um genau bei diesen Lenkern
das Bewusstsein für die hohen Gefahren von Alkohol am Steuer zu
schärfen", so Thann. Denn vielen Lenkern, die zum ersten Mal bei
alkoholisiertem Fahren erwischt werden, sind die möglichen
Auswirkungen von Alkohol am Steuer nicht bewusst. Für
Wiederholungstäter oder Lenker, die mit mehr als 1,2 Promille
erwischt werden, sind andere Maßnahmen - wie etwa Nachschulungen -
vorgesehen. "Die Rückgänge bei den Unfallzahlen zeigen: Maßnahmen
setzen lohnt sich. Jetzt dürfen wir uns aber nicht zurücklehnen,
sondern müssen weitere Maßnahmen setzen, um auch in anderen Bereichen
wie etwa bei der Optimierung des Vormerksystems einen ähnlichen
Erfolg zu erzielen", betont Thann. Nach wie vor ist Rasen
Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr - das Vormerksystem sollte
dahingehend reformiert werden.
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at
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