- 31.08.2010, 17:00:23
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Berlakovich: Punkt für Punkt zum klimafreundlichen Verkehr in Linz
klima:aktiv mobil Tour macht in Linz Station - Lebensministerium fördert 2010 alternative Mobilität bundesweit mit 15 Millionen Euro

Linz (OTS/bmlfuw) - Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte
heute in Linz mit der klima:aktiv mobil Tour 2010 seine
Klimaschutzoffensive für alternativen Verkehr. "Das Lebensministerium
investiert heuer insgesamt 15 Millionen Euro in klimafreundliche
Mobilitätsprojekte von Städten und Gemeinden, Betrieben und
Tourismuseinrichtungen, auch Oberösterreich profitiert davon.
Oberösterreich ist in Sachen Klimaschutz im Verkehr im
Bundesländervergleich Vorreiter. Bereits 222 oberösterreichische
Städte, Gemeinden und Betriebe sind Partner des Klimaschutzprogramms
klima:aktiv mobil. Gemeinsam erzielen wir mit Projekten eine
CO2-Reduktion von 88.000 Tonnen pro Jahr. Mit 5,5 Mio. Euro Förderung
für alternative Mobilität konnten in Oberösterreich bisher
Investitionen von rund 63 Millionen Euro ausgelöst und 700 green jobs
geschaffen und gesichert werden. Klimaschutz funktioniert auch im
Verkehr - diese Tour zeigt, wie jede und jeder Einzelne aktiv
mitmachen und Vorteile nutzen kann", betonte Umweltminister Niki
Berlakovich bei der klima:aktiv mobil Tourstation in Linz. An der
Auftaktveranstaltung nahmen auch Landeshauptmann-Stellvertreter Franz
Hiesl, Umwelt- und Naturschutzstadträtin Eva Schobesberger, Ulrike
Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der WK Oberösterreich, Hans Hingsamer,
Präsident des oberösterreichischen Gemeindebundes und Christian Eder,
Geschäftsführer ÖBB Postbus GmbH, teil.
Die klima:aktiv mobil Tour informiert am 31. August und 1.
September in Linz über Vorteile alternativer Fahrzeuge,
klimafreundliche Mobilität und lädt zu Testfahrten. Unter dem Motto
"Punkt für Punkt zum Klimaziel" können die OberösterreicherInnen am
Hauptplatz zwei Tage lang alternative Antriebsformen kennenlernen.
Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos, E-Scooter, Elektrofahrräder oder
Lastenräder stehen für Testfahrten bereit. Darüber hinaus werden Good
Practice Beispiele von ProjektpartnerInnen des klima:aktiv
mobil-Förderungsprogramms präsentiert. Auch Jugendliche sind
eingeladen, Beiträge zur "wachsenden" Ausstellung "Cool Moves" zu
gestalten und damit unter www.klimaaktiv.at/tour Preise zu gewinnen.
Das bunte Programm bietet außerdem Führungen für Schulen und
Freizeiteinrichtungen, ExpertInnen und BeraterInnen stehen den
BesucherInnen mit Informationen und Tipps rund um das Thema
alternative Mobilität zur Verfügung.
klima:aktiv mobil forciert alternative Verkehrslösungen
Die Mobilitätstour des Umweltministers unter dem Motto "Punkt für
Punkt zum Klimaziel" ist Teil seines Klimaschutzprogrammes
klima:aktiv mobil. Mit dem Förderprogramm werden bundesweit bereits
über 900 Gemeinden und Betriebe beim Umstieg auf alternative
Mobilität unterstützt und damit eine Reduktion von 360.000 Tonnen CO2
pro Jahr erreicht. Mit rund 30 Mio. Euro an Fördermitteln für
Gemeinden und Betriebe im Verkehrsbereich wurden etwa 180 Mio. Euro
an Investitionen ausgelöst und 2.000 green jobs geschaffen.
"Investitionen in den Klimaschutz sind gut für die Umwelt, die
Gesundheit und schaffen Perspektiven für die Wirtschaft und green
jobs", betonte Berlakovich. "Unser Ziel bis Ende 2010 ist es, mit
1.000 Klimaschutz-PartnerInnen 400.000 Tonnen CO2 jährlich
einzusparen und damit 2.500 green jobs zu schaffen", zeigt sich
Umweltminister Niki Berlakovich ambitioniert. Seine Botschaft an die
Tour-InteressentInnen lautet: "Nicht verzichten, sondern Alternativen
und neue Technologien nutzen!"
"Wir brauchen im gesamten Bereich der Mobilität zukunftsfähige
Lösungen mit starken Partnern, um den Anforderungen und auch den
Bedürfnissen weiterhin entsprechen zu können. Neben dem
gleichzeitigen Ausbau von Straße und Schiene wird es vor allem darauf
ankommen, dass wir die sanfte Mobilität - Fußgeher und Radfahrer -
massiv fördern. Oberösterreich ist bereits das Radland Nummer 1 und
diese Spitzenposition wollen wir weiter festigen. Gleichzeitig wird
es aber notwendig sein, möglichst breit nutzerfreundliche,
umweltschonende und zukunftsfähige Fortbewegungslösungen anzubieten",
so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.
ÖBB Postbus Geschäftsführer Christian Eder weist auch auf die
Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln hin: "Wer öffentlich fährt,
der hilft unserer Umwelt, denn nur 2 Prozent der CO2-Emissionen des
Verkehrs stammen von Bahn und Bus, 95 Prozent hingegen von PKW und
LKW. Oder auf jeden Einzelnen gerechnet: Eine Fahrt mit dem PKW
verursacht fünfmal so viele CO2-Emissionen wie eine Fahrt mit dem
Bus! Umsteigen lohnt sich!"
Bis zu 5.000,- Euro Förderpauschale
klima:aktiv mobil unterstützt umweltfreundliche Fahrzeuge,
Elektromobilität, Radverkehr oder intelligentes Mobilitätsmanagement
mit attraktiven Förderpauschalen: 200,- Euro für ein
Superethanolauto, 400,- Euro für E-Bikes, 1.000,- Euro für ein
Biogasfahrzeug und bis zu 5.000,- Euro für ein E-Auto mit Ökostrom.
Damit soll der Anteil der erneuerbaren Energie im Verkehrssektor
deutlich gesteigert werden.
"Linz war eine der ersten Städte, die 1991 dem Klimabündnis
beigetreten sind. Durch zahlreiche Maßnahmen auf dem Energiesektor,
im Verkehrsbereich, beim kommunalen Beschaffungswesen sowie durch
Förderungen von Heizungsumstellungen hat die Stadt maßgebliche
Schritte für die Erreichung der Klimabündnis-Ziele gesetzt.
Begleitend zu dem breiten Maßnahmenplan zur Senkung der Luft- und
Klimaschadstoffe sowie des Energieverbrauchs, sind mir Aktionen zur
Sensibilisierung einer sicheren und umweltfreundlichen Mobilität ein
besonderes Anliegen. Heuer wurde erstmals die Kindermeilenkampagne
'Klimaschützer unterwegs!' speziell für die Linzer Pflichtschulen
ausgeschrieben. Kinder und Jugendliche sind dabei aufgefordert, ihren
Schulweg umweltfreundlich zurückzulegen. Jene Linzer Schule, die die
meisten Klimameilen gesammelt hat, gewinnt ein Sparbuch der
Sparda-Bank im Wert von 500 Euro. Auch die erfolgreiche Aktion 'Linz
fährt Rad' für MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe Linz, Linzer
Betriebe und Spitäler trägt maßgeblich zu einer umweltfreundlichen
Mobilitätskultur bei. Es freut mich besonders, dass sich 544
RadfahrerInnen an der heurigen Aktion, die noch bis zum 1. Oktober
läuft, beteiligen. Umwelt, Natur und Ökologie sind wesentliche
Bestandteile einer gelungenen Stadtentwicklung und schaffen die
Grundlagen für nachhaltige Lebensqualität für alle
StadtbewohnerInnen", beschreibt Eva Schobesberger, Stadträtin für
Umwelt- und Naturschutz, die Bedeutung klimaschonender Mobilität für
die Stadt Linz.
Auszeichnung von Betrieben, Städten und Gemeinden
Wichtige Partner in Sachen klimaschonender Mobilität sind Städte,
Gemeinden, Betriebe, Schulen und Freizeiteinrichtungen. "Die
Bandbreite an Möglichkeiten, CO2-sparend mobil zu sein, reicht von
der Umstellung von Fuhrparks, dem Einsatz von "Gmoabussen", der
Umsetzung von Radprojekten und Spritspartrainings bis hin zur
Durchführung von Projekten mit Jugendlichen und Schulen. In
Oberösterreich wurden heute über 30 Betriebe, Städte und Gemeinden
ausgezeichnet. "Oberösterreich ist das führende Bundesland im
Bereich der Umwelttechnik und der erneuerbaren Energien. Besonders
die Entwicklung von neuen Mobilitätskonzepten, insbesondere der
E-Mobilität birgt noch gewaltige Chancen für unsere Unternehmen. Die
WKO Oberösterreich unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe mit zahlreichen
Aktivitäten. Zum Beispiel werden speziell im Transportbereich
geförderte Beratungen angeboten um Kosten zu senken und dabei die
Umwelt zu schonen. Die WKOÖ geht auch selbst mit gutem Beispiel voran
und ist seit 2008 Partner von klima:aktiv mobil. Seither ist es
gelungen, durch den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel jährlich
rund 13 Tonnen CO2 einzusparen", so Rabmer-Koller, Vizepräsidentin
der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Der Präsident des oberösterreichischen Gemeindebundes Hans Hingsamer
ergänzt: "Gemeinden sind für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten
und regionaler Verkehrskonzepte von entscheidender Bedeutung. Wir
unterstützen die Gemeinden dabei. Vor allem geht es um Verbesserungen
im Bereich des öffentlichen Verkehrs, die Bildung von
Fahrgemeinschaften, technische Entwicklungen von Fahrzeugen mit
geringem Spritverbrauch, neue Antriebsformen und den Ausbau des
Radwegenetzes. In Oberösterreich haben bereits fast alle Gemeinden
diese Verkehrskonzepte verwirklicht."
klima:aktiv mobil Tour durch Österreich
Das Lebensministerium tourt noch bis Oktober 2010 durch Österreich
und macht Halt in den Landeshauptstädten. Öffnungszeiten jeweils 10
bis 18 Uhr.
Tourstation Linz: 31. August und 1. September am Hauptplatz.
Weitere Informationen und Termine in allen Landeshauptstädten unter
www.klimaaktiv.at/tour
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=54&dir=201008&e=20100831_b&a=event
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Mag. Doris Ostermann
Pressesprecherin Lebensministerium
01-71100-6918
[email protected]
www.klimaaktiv.at
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