• 31.08.2010, 16:30:36
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Habichtskauz erobert heimisches Terrain zurück

Pernkopf: Unterstützung durch Jägerschaft ist essentiell

St. Pölten (OTS/NLK) - Die drei Projektträger Land
Niederösterreich, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
(FIWI) und Österreichische Bundesforste (ÖBf) verfolgen seit einiger
Zeit ein ambitioniertes Ziel: Die Wiederansiedelung des
Habichtskauzes in Österreich - dieser Tage wurden 50 Jungvögel in
ihre neue Freiheit entlassen. "Die Unterstützung der Artenschutzziele
durch die Jägerschaft ist essentieller Bestandteil bei der
Wiederherstellung intakter Habichtskauzpopulationen", sagte
Niederösterreichs Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf
anlässlich der diesjährigen Freilassung der jungen Habichtskäuze im
Wildnisgebiet Dürrenstein und im Biosphärenpark Wienerwald.

Als ehemals größte Eule unserer Wälder verschwand der Kauz gegen
Mitte des 20. Jahrhunderts aus Österreich. Grund dafür war unter
anderem deren ungewöhnlich vertrautes Verhalten gegenüber dem
Menschen, infolgedessen es seinerzeit häufig zu Abschüssen kam. Das
entsprechende Zusammenspiel zwischen Grundeigentümern, Jägern und
Wissenschaftlern ist heute Voraussetzung für den Schutz der
mittlerweile ganzjährig geschonten Vögel. In luftiger Höhe von bis zu
25 Metern wurden bzw. werden im Rahmen des Projekts Nistkästen
montiert, um die Wiederansiedelung der Vögel zu unterstützen und die
Fortpflanzung zu kontrollieren. Während einst intensive
Forstwirtschaft und monotone Fichtenwälder dem Habichtskauz akuten
Brutplatzmangel bescherten, stehen dem Neuankömmling heute wieder
artenreiche Laubmischwälder zur Verfügung. Besonders eindrucksvoll
sind in diesem Zusammenhang die Baumriesen mit zahlreichen
Bruthöhlen, wie man sie im Biosphärenpark Wienerwald findet.

Die Österreichische Zoo Organisation (OZO) und der Verein Eulen
und Greifvogelschutz sowie private Halter aus mehreren europäischen
Ländern züchten die Habichtskäuze und stellen sie kostenlos für die
Freilassung zur Verfügung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag
zum Artenschutz. Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien
(MA49) unterstützen das Projekt tatkräftig durch die Anfertigung
zahlreicher Nisthilfen. Die beiden Schutzgebiets-Verwaltungen im
Biosphärenpark Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein tragen
substantiell zur Abwicklung des Projekts vor Ort bei. Das Projekt
wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Ausstellungen,
Vorträgen, Foldern und einer eigenen Website namens
www.habichtskauz.at begleitet.

Nähere Informationen: Veterinärmedizinische Universität Wien,
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Dr. Richard Zink,
Telefon 0664/73 78 32 99, e-mail [email protected],
www.habichtskauz.at bzw. Büro LR Pernkopf, Klaus Luif, Telefon
02742/9005-12705, e-mail [email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
www.noe.gv.at/nlk

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