• 31.08.2010, 12:59:42
  • /
  • OTS0216 OTW0216

Bayr: Dekade gegen Wüstenbildung macht auf globale Verantwortung aufmerksam

AWG-Novelle braucht Mehrwegregelung für eine nachhaltige Politik

Wien (OTS/SK) - "Die mit Jänner 2011 von der UNO gestartete Dekade
gegen Wüstenbildung macht darauf aufmerksam, dass wir mit globalen
Phänomenen des Wandels als Folge menschlichen Handelns konfrontiert
sind", erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und
Globale Entwicklung, an die weltweit gemeinsame Verantwortung für den
Planeten Erde.****

Unter dem Stichwort des globalen Wandels versteht man die
wechselseitige Beeinflussung unterschiedlicher Faktoren, die in einem
Gebiet Austrocknung, in einem anderen Überschwemmungen hervorruft.
Mit dem Begriff werden Klimaänderungen, geänderte Landnutzung,
globale Umweltschäden, die Bevölkerungsentwicklung der Erde und der
Verlust von Artenvielfalt bezeichnet. "Auch unsere Handlungen im
globalen Wirtschaftssystem haben weltweite Folgen", betont Bayr,
"wenn z.B. in Urwäldern Lateinamerikas riesige Flächen brandgerodet
werden, um Soja für die Fleischproduktion in Nordamerika anzubauen,
oder exzessiver Koltanabbau in Afrika betrieben wird, um
Mobiltelefone für die nördliche Hemisphäre zu produzieren!"

"Um sich gegen die drastischen Folgen einer ausbeuterischen
Wirtschaft zu wehren, bedarf es einer kohärenten Politik, die
national in sich abgestimmt und international miteinander koordiniert
wird", ist Bayr überzeugt, "deshalb brauchen wir auch in heimischen
Gesetzen die Abwägung etwaiger Nachteile auf andere Lebensbereiche
und andere Länder. 'Think global, act local' bedeutet genau diese
Konsequenzen eigenen Handelns zu berücksichtigen."

In diesem Zusammenhang fordert Bayr, die kommende Novelle des
Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG-Novelle) dahingehend zu nutzen, den
übermäßigen Rohstoffverbrauch durch Einweg-Flaschen wieder zu
drosseln und einer modernen nachhaltigen Wirtschaft den gesetzlichen
Rahmen zu geben. "Die EU-Richtlinie, aufgrund derer die AWG-Novelle
noch heuer umgesetzt werden muss, gibt ganz klar vor, dass Recycling
nur die zweite Wahl ist und dass die Wiederverwendung und damit
Schonung von Ressourcen unbedingt Vorrang zu haben hat", erläutert
die SPÖ-Umweltsprecherin abschließend, "entsprechend unabdingbar ist
eine gesetzliche Verpflichtung, Mehrwegflaschen wieder ausreichend
anzubieten und den KonsumentInnen endlich wirkliche Wahlfreiheit zu
geben!" (Schluss) mo/rl

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel