• 31.08.2010, 12:41:29
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Grünewald: International konkurrenzfähige Forschung ohne Finanzierungsschub nicht umsetzbar

Forschungsratsstudie über zeitgemäße Infrastrukturen in der Forschung deckt eklatante Mängel auf

Wien (OTS) - "Gerade rechtzeitig kommt die Studie des
Forschungsrates zur Forschungsinfrastruktur in Österreich", begrüßt
der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die Initiative
des Rates. "Wenn nun die notwendigen Strukturverbesserung bei
Großgeräten, Core Facilities und Datenbanken Österreich weit allein
im Zeitraum 2010 bis 2014 mit Kosten von 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro
beziffert werden und davon 600 Millionen auf die Universitäten
fallen, wird die grobe, ja fahrlässige Unterdotierung der
Universitäten und der österreichischen Forschung augenscheinlich",
warnt Grünewald vor undifferenzierten Konsolidierungsmaßnahmen.

Auch die bessere Kooperation und Nutzung von Infrastrukturen
erfordert Maßnahmen die nicht kostenneutral sein werden. Räumliche
Entfernungen zwischen Forschungseinrichtungen und bauliche
Gegebenheiten erschweren die effiziente Nutzung von Großgeräten.
Zusammenführung von Arbeitsgruppen und Instituten verlangen neue
zeitgemäße Gliederungen in der Binnenstruktur der Universität und die
Zentrierung in Forschungsgebäude die aufgrund von Budgetknappheit und
von Unsicherheiten zukünftiger Budgets nur zögerlich geplant werden
können. Zusammen mit den Maßnahmen für verbesserte Studienbedingungen
und besserer Betreuungsverhältnisse scheint die Finanzierungsschere
immer weiter aufzugehen und Österreich droht den Anschluss zu
verlieren, prophezeit Grünewald. "Es ist geradezu unerträglich wie
blind sich hier die Verantwortlichen stellen und wie unbedarft manche
in der Politik über die Bedingungen urteilen, die für Forschung und
Wissenschaft lebensnotwendig sind. Sicher wird nun wieder alles
geleugnet werden und die Beschwichtiger treten auf den Plan",
vermutet Grünewald.
"Ohne neue Proteste wird alles laufen wie bisher, allerdings in die
falsche Richtung. Geschlossener Widerstand ist unumgänglich um hier
nicht mitschuldig zu werden. Energiesparlampen werden nicht
ausreichen, dass der Regierung endlich ein Licht aufgeht, da wird es
auch von den Unis ein mehr an Feuer brauchen" schließt Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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