• 30.08.2010, 18:02:42
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Wlodkowski zum "Schwarzbuch Landwirtschaft": Unseriöse Polemik bis Seite 173"

Landwirtschaftskammer Österreich kritisiert üble Polemik eines "Aufdecker-Journalisten"

Wien (OTS) - "Auch auf Alphütten wird nicht mehr mit der Hand
gemolken, sondern mit Hilfe von Maschinen", klagt der sogenannte
Aufdecker-Journalist Hans Weiss in seinem neuen Schwarzbuch
"Landwirtschaft" an. Von zynisch einseitigen Kommentaren zur modernen
Landwirtschaft bis hin zu einer undifferenzierten Verunglimpfung
eines gesamten Berufsstandes reicht das Themenspektrum. Breiten Raum
nimmt ein Streifzug durch die Förderlandschaft ein, der in vielen
Punkten falsch und fehlerhaft ist. Faktum ist, dass 98,5 Prozent der
Landwirte für ihre Arbeit meist weit unter 50.000 Euro bekommen und
verschwiegen wird, dass nur rund 200 Betriebe höhere Förderungen für
ihre Unternehmen erhalten und mit diesem Geld viele Arbeitsplätze
damit direkt finanzieren. Von den 2,2 Mrd. Agrarförderungen werden
mehr als 80 Prozent in exakt definierten und streng kontrollierten
EU-Förderprogrammen ausbezahlt", übte Gerhard Wlodkowski, Präsident
der Landwirtschaftskammer Österreich, heftige Kritik am jüngst
erschienenen "Schwarzbuch" Landwirtschaft.

Die österreichische Landwirtschaft habe bei den Direktzahlungen
nichts zu verheimlichen. Jeder Interessierte findet alle Zahlen im
Grünen Bericht oder in der Transparenzdatenbank im Detail wie es
diese für keine andere Berufs- und Wirtschaftsgruppe gibt. Missgunst,
Neid und Schlechtreden seien offensichtliche Triebfeder dieses Werks,
welches suggeriert, dass man mit Umverteilung und Förderkürzungen
die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich sichern
könne. Offensichtlich hat auch ein frustrierter IG-Milch-Funktionär
die Gelegenheit genutzt, alle seine Berufskollegen zu vernadern.

Alle, die jetzt vom Auslandsurlaub zurückkommen, schätzen
Österreich auch wegen seiner Kulturlandschaft und dem großen Angebot
hochwertiger Lebensmittel aus bäuerlicher Landwirtschaft. Die Bauern
erbringen eine Fülle von Gegenleistungen für Direktzahlungen. Das
fängt mit der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln und
Rohstoffen an und geht bis zur Erhaltung der österreichischen
Kulturlandschaft sowie Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen.
"Die Aneinanderreihung von Vorwürfen und Zahlen ist in dieser Form
nicht nur unseriös, sondern ganz offensichtlich zu tiefst politisch
motiviert. So erscheint diese Hetzschrift zufällig vor zwei
Landtagswahlen, vor Budgetverhandlungen im Herbst sowie am Beginn der
Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Damit ist das Erscheinen dieses
Machwerks recht durchsichtig", erklärte Wlodkowski abschließend.

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at

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