• 28.08.2010, 08:00:34
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"profil": Hypo Alpe-Adria: OeNB und FMA hatten ab 2007 Hinweise auf Ungereimtheiten in Bilanzen

OeNB-Prüfer kritisierten "Verschleierung" bei Kapitalerhöhungen - Management blieb unbehelligt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hatten Oesterreichische Nationalbank
und Finanzmarktaufsicht ab 2007 sehr konkrete Hinweise auf
Ungereimtheiten in den Büchern der Hypo Alpe-Adria International Bank
AG. Dabei ging es um jene zwei Kapitalerhöhungen der Tochter Hypo
Alpe-Adria-Leasing Holding AG aus den Jahren 2004 und 2006, die im
Rahmen einer Vor-Ort-Prüfung durch die OeNB 2006/2007 untersucht
worden waren und die nun im Zentrum staatsanwaltschaftlicher
Ermittlungen gegen Wolfgang Kulterer und Andere wegen mutmaßlicher
Bilanzfälschung stehen.

Bei der mit Krediten der Liechtensteiner Hypo-Tochter finanzierten
ersten Tranche 2004 über 100 Millionen Euro beanstandeten die Prüfer,
die Konstruktion sei "nur gewählt worden, um einen direkten
Zusammenhang zwischen dem Kauf und der Finanzierung der Vorzugsaktien
zu verschleiern". Bei der zweiten Tranche 2006 über ebenfalls 100
Millionen Euro wurde der Betrag laut OeNB bereits zum 30. Juni 2006
zur Gänze in die Konzernbilanz eingestellt, obwohl zu diesem
Zeitpunkt noch kein Papier verkauft war.

Die Finanzaufsicht zwang die Bank zwar in weiterer Folge dazu, die
Konstruktionen aufzulösen, zeigte die vom Management um Wolfgang
Kulterer verantworteten Unregelmäßigkeiten jedoch nicht bei der
Justiz an.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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