- 27.08.2010, 18:58:35
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ÖSTERREICH: Wiener Disco-Mord geklärt
Betrunkener feuerte aus Spaß aus fahrendem Auto auf René M.
Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in Ihrer
Samstagsausgabe berichtet, ist der Wiener Disco-Mord an René M.
geklärt.
Sieben Tage stockten die Ermittlungen der Kripo - Freitag löste
sich der Disco-Mord von selbst. Wie berichtet, wurde der 20-jährige
Schlosser René M. in der Nacht auf vergangenen Samstag auf offener
Straße aus einem fahrenden Auto erschossen, als er vom Wiener
Tanztempel "Club Couture" heimging.
Weil mehr als 80 Prozent aller Morde von Tätern aus dem Umfeld des
Opfers begangen werden, rollten die Ermittler (Gruppe Ernst Hoffmann)
sofort den Bekanntenkreis des Erschossenen auf. Ohne Resultat.
Nächste Hoffnung waren Bilder aus einer Firmen-Überwachungskamera
unmittelbar neben dem Tatort in der Steinheilgasse. Die Fotos zeigten
erst den Fußgänger René - und unmittelbar danach das Fahrzeug seiner
Killer.
Sie müssen den wehrlosen Twen gejagt haben. Denn schon 60 Meter
vor dem Todesschuss ballerten sie mit einer kleinkalibrigen Pistole
(7,65 mm) erst in einen Holzzaun - und dann mehrmals auf den einzigen
Passanten in der dunklen Gasse. Eine Kugel traf René M. ins Herz.
Die Art der Hinrichtung ließ die Kriminalisten ein sogenanntes
"Drive-by-Shooting" vermuten; eine wahnwitzige Spielart von Gewalt,
die in den USA seit geraumer Zeit schon für Gänsehaut und
Schlagzeilen sorgt: Verrückte schießen aus Autos wahllos auf
Passanten und genießen es, Herr über Leben und Tod zu sein.
Der Verdacht war richtig. Denn laut Polizei hat sich der Killer
Freitag bei Top-Anwalt Werner Tomanek gemeldet - und dann in
Begleitung des Verteidigers gestellt. Ersten Infos zufolge ist der
Verdächtige ein 52-jähriger vorbestrafter Wiener Strizzi mit dem
Vornamen Andreas.
Nach einem Lokalmarathon in drei durchzechten Nächten stieg der
Strolch schwer betrunken zu einem Freund ins Auto, um durch die
Floridsdorfer Nacht zu cruisen. Als er um 2.31 Uhr René M. sah, ließ
er das Seitenfenster hinunter und schoss "aus Spaß", um das Resultat
später so zu bereuen, dass er schließlich bereit war, zu büßen. Auch
der Komplize hat sich bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Er will
von der Waffe nichts gewusst haben.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
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