OTS0151   27. Aug. 2010, 12:49

Grüne Rudolfsheim-Fünfhaus zu Prostitution: Runder Tisch mit allen Beteiligten

Ruhighaltetaktik erweist sich als Bumerang - Situation der Angst und Gewalt muss ernstgenommen werden


"Das gibt es doch nicht, dass erlaubte und sichere Arbeitsorte für Prostituierte nicht zur Verfügung gestellt werden können, ohne dass die AnrainerInnen belästigt werden", betont Birgit Hebein, Klubobfrau in Rudolfsheim-Fünfhaus zur zumehmend eskalierenden Situation der Prostitution im 15.Bezirk. Seit das Pilotprojekt Prostitution im 15. Bezirk im Juni mit Unterstützung der SPÖ, ÖVP und FPÖ in Kraft ist werden die Probleme aller Beteiligten in den Seitengassen oder Häusern verlagert. Das verschärfte Wegweiserecht führt nur zu einer Vertreibung der Prostituierten bzw. SexarbeiterInnen in den Seitengassen oder Häusern, es herrscht Angst. Auch für die AnrainerInnen hat sich nichts gebessert, auf der Felberstraße ist es ruhiger, jetzt trifft es die Nachbarn um die Ecke.

Der Wunsch der SPÖ mit Kosmetik die Situation "ruhig zu halten" erweist sich als Bumerang. "Wir fordern einen sofortigen offenen runden Tisch mit VertreterInnen der Polizei, der Prostituierten, StreetworkerInnen und AnrainerInnen für die um die Situation tatsächlich zu verbessern."

Die zwei festgelegten Plätze des Pilotprojekts sind völlig ungeeignet. Hinter dem Technischen Museum ist zur Zeit eine Baustelle. Und eine weitere wird folgen wenn dort das geplante Hotel gebaut wird. Weiters ist es dort für die Prostituierten gefährlich, da es abgelegen und völlig dunkel ist. Den Standort Anschützgasse/Jheringgasse nutzen die Prostituierten nicht, da seit der Ermordung einer Prostutierten große Angst herrscht. Auch die AnrainerInnen vor Ort haben berechtigt Bedenken, da völlig unklar ist, wie viele Frauen, wo stehen sollen, hier sind Streitereien und Auseinandersetzung mit der Polizei vorprogrammiert. Und da auf illegalisierte Prostituierte im Projekt "vergessen" wurde, beruhigt man mit mehr Polizeipräsenz und fördert den Spießrutenlauf in den Seitengassen. "Ohne die Hintergründe des heutigen tragischen Mordes der Prostituierten zu kennen, muss als Sofortmaßnahme ab sofort ein ausreichendes Streetwork-Angebot im Bezirk eingesetzt werden", denn es herrsche Angst, meint Hebein abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0151 2010-08-27 12:49 271249 Aug 10 GKR0003 0325



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