OTS0047 / 27.08.2010 / 09:40 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Hypo Alpe-Adria-Bank International AG
Stichworte: Banken


HGAA-Ergebnis für das erste Halbjahr 2010 veröffentlicht

Utl.: Vorstand präsentiert erste Meilensteine bei der Neuausrichtung der Hypo Group Alpe Adria =


   Wien (OTS) -    Die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hat heute,
Freitag, ihr Ergebnis für das erste Halbjahr 2010 veröffentlicht. Die
Stabilisierung der Geschäftstätigkeit nach der Verstaatlichung Ende
2009 und eine umfassende Analyse der Ist-Situation lagen in den
ersten Monaten im Fokus der neuen Konzernführung. Das
Nettozinsergebnis konnte gesteigert werden, die Betriebsaufwendungen
blieben annähernd auf gleichem Niveau. Aufgrund erhöhter
Risikovorsorgekosten und gesunkener sonstiger Betriebserträge musste
ein negatives Vorsteuerergebnis von EUR -449 Mio. bzw. ein
Konzernergebnis (nach Minderheiten) von EUR -499 Mio. ausgewiesen
werden. Die Kundenanzahl konnte stabilisiert werden, die
Kundeneinlagen konnten um EUR 300 Mio. gesteigert werden. 
   Die Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft belasten das erste
Halbjahr 2010 mit EUR 667 Mio. nach einem Betrag von EUR 1,672 Mrd.
für das gesamte Geschäftsjahr 2009. Das Nettozinsergebnis des
Konzerns verbesserte sich gegenüber den ersten sechs Monaten des
Vorjahres von EUR 390 Mio. auf EUR 447 Mio. (plus 15 Prozent). "Die
umfassende Kreditrisikoanalyse hat einen Bedarf an Risikovorsorgen in
Höhe von EUR 667 Mio. gezeigt, dadurch ergibt sich trotz des
positiven operativen Ergebnisses ein Halbjahresverlust von EUR 499
Mio.", so Gottwald Kranebitter, seit Anfang April 2010 neuer
Vorstandsvorsitzender der Hypo Group Alpe Adria. 
   Die Risikovorsorgen konzentrieren sich auf Engagements in
Südosteuropa. Diese Entwicklung wurde verstärkt durch das nach wie
vor angespannte wirtschaftliche Umfeld in der südosteuropäischen
Region, die aktuelle Einschätzung über die in dieser Region erwartete
verzögerte Erholung und die ausgetrockneten Immobilienmärkte. Die
Non-performing loans (NPLs) sind im 1. Halbjahr 2010 auf EUR 8,27
Mrd. gestiegen.
   Bilanz- und Eigenkapitalentwicklung
Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten leicht um
rund EUR 0,7 Mrd. auf EUR 41,8 Mrd. - resultierend in erster Linie
aus dem Aufbau der Liquiditätsreserve. Rückläufig waren die
Forderungen gegenüber Kunden mit EUR 29,6 Mrd. (31. Dezember 2009:
EUR 30,1 Mrd.). Die vorhandenen Konzern-Eigenmittel erreichten bis
zum 30. Juni 2010 EUR 3,2 Mrd.,. Die Gesamteigenmittelquote lag im
Konzern bei 10,6 Prozent, die Kernkapitalquote bei 7,3 Prozent.
   Einlagen im 1. Halbjahr 2010 gesteigert, Zahl der Kunden
stabilisiert 
"Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnten wir die Zahl unserer
Kunden bei 1,2 Mio. stabilisieren. Zuwächse haben wir vor allem in
Kroatien, Serbien und Slowenien verzeichnen können. Das
Einlagenvolumen konnte im ersten Halbjahr 2010 um EUR 300 Mio.
gesteigert werden", resümiert Kranebitter. Die kräftigsten Zuwächse
gab es dabei in Kroatien, Slowenien und Bosnien und Herzegowina.
Kranebitter: "Besonders erfreulich ist, dass es auch in Österreich
gelungen ist, nach den massiven Abflüssen Ende 2009 eine
Stabilisierung der Einlagen zu erreichen."
   Restrukturierung der HGAA 
Als Signal für eine vollständige Neuausrichtung wurden im ersten
Halbjahr die obersten Gremien der Gruppe, Aufsichtsrat und Vorstand,
neu besetzt. "Der Umbau der Gruppe folgt einer klaren Strategie und
konzentriert sich auf den gesunden und profitablen Kern jener Märkte
und Geschäftsfelder, in denen die HGAA eine signifikante Marktpräsenz
mit nachhaltigem Erfolg und Wachstumsmöglichkeiten verbinden kann",
betont Kranebitter. Das sind die Österreich als Heimmarkt sowie die
Kernmärkte Slowenien, Kroatien, Serbien sowie Bosnien und
Herzegowina. In diesen Märkten will die Gruppe auch künftig das volle
Spektrum an Bank- und Leasingprodukten für sämtliche Kundengruppen
anbieten. Für die Banken in Italien und Montenegro, die weiterhin auf
ihren Märkten voll aktiv sind, wird ein mittelfristiger Verkauf
angestrebt. Für die Einheiten in anderen Märkten und Geschäftsfeldern
liegt der Schwerpunkt auf der Verwaltung des bestehenden Geschäfts,
die Möglichkeiten von Übertragungen auf neue Eigentümer werden
evaluiert. Von nicht zum Bankgeschäft gehörenden Beteiligungen und
Immobilien wird sich die Bank nach den Möglichkeiten am Markt
trennen.
   Ausblick 
Mit den eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung des
Risikomanagements, zur Stabilisierung der Qualität des
Kreditportfolios, zur Stärkung der Einlagenbasis und zum
wertschonenden Abbau von Geschäftsbereichen außerhalb des definierten
Kerngeschäfts schafft die HGAA die Ausgangsbasis für den Erhalt und
die Festigung der Gruppe als deutlich kleinere aber nachhaltig
stabile und profitable Alpe-Adria Bank.   
   In den Märkten der Gruppe wird auch für das zweite Halbjahr ein
anhaltend schwieriges makroökonomisches Umfeld erwartet, ein
Aufschwung wird erst 2011 erwartet. Aufgrund dieser makroökonomischen
Situation, unter der auch unsere Kunden leiden, und der nach wie vor
geringen Anzahl an Transaktionen am Immobilienmarkt werden auch im
zweiten Halbjahr die Risikovorsorgen das Bilanz- und Ertragsbild der
Gruppe prägen. Für das Gesamtjahr 2010 werden Risikovorsorgen in Höhe
von rund EUR 1 Mrd. erwartet. "Unser klares Ziel ist es, 2011 ein
ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen", so Kranebitter. 
   Seit der Verstaatlichung haben Eigentümer und Management die
Voraussetzungen und die erforderliche Basis für die
Redimensionierung, Sanierung und Neuausrichtung zu einer deutlich
kleineren, fokussierten SEE-Regionalbank in den Kernländern der
Alpen-Adria Region geschaffen. Das ist auch Grundlage für den
Umstrukturierungsplan, der derzeit gemeinsam mit dem Eigentümer, der
Republik Österreich, mit der EU-Kommission abgestimmt wird. 
   Neustart mit neuem Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstandsvorsitzender ist Dr. Gottwald Kranebitter (CEO). Mag.
Wolfgang Edelmüller als Chief Risk Officers (CRO), Mag. Johannes
Proksch als Chief Financial Officers (CFO) und Dkfm. Rainer Sichert
als Chief Operations and Market Officer (COMO) komplettieren den
Konzernvorstand. Zum Aufsichtsrats-Vorsitzenden wurde Dr. Johannes
Ditz, zu seinem Stellvertreter Dr. Rudolf Scholten gewählt. Die
weiteren Kapitalvertreter im Aufsichtsrat sind Mag. Alois
Steinbichler und DI Dr. Helmut Draxler.
  Hypo Group Alpe Adria
Die Hypo Group Alpe Adria ist eine internationale Finanzgruppe mit
rund 350 Bank- und Leasing-Standorten in 12 Ländern (Österreich,
Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien,
Montenegro, Deutschland, Ungarn, Bulgarien, Mazedonien und der
Ukraine), die auf eine über 110-jährige Geschichte zurückblickt. Die
Konzerndachgesellschaft der Hypo Group Alpe Adria ist die Hypo
Alpe-Adria-Bank International AG mit Sitz in Klagenfurt (Österreich).
Die Republik Österreich (Bund) ist zu 100% Eigentümer der Hypo Group
Alpe Adria. Im Hypo Group Alpe Adria-Netzwerk sind derzeit rund 8.000
Mitarbeiter für über 1,2 Millionen Kunden tätig.
Rückfragehinweis:
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   Hypo Alpe-Adria-Bank International AG
   Group Marketing & PR
   Mag. Maria Mittermair-Weiss
   Telefon: 0043 (0)50202-2893
   maria.mittermair-weiss@hypo-alpe-adria.com
   www.hypo-alpe-adria.com
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