- 26.08.2010, 10:42:34
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GÖD-Pensionisten versus Junge Industrie
Wien (OTS) - Die Vertreter der Bundesvertretung Pensionisten in
der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) sind empört über die
Aussagen der Vorsitzenden der Jungen Industrie, Dr. Therese
Mitterbauer, dass diese - man möchte fast sagen wie üblich -
angesichts der anstehenden Budgetsanierung gegen die Beamten vom
Leder zieht, in dem sie von Handlungsbedarf faselt und IHS-Studien
aus Kärnten zitiert, aber dabei übersieht, dass der öffentliche
Dienst zu mehr als der Hälfte aus Vertragsbediensteten besteht, die
der ASVG-Pensionsregelung unterliegen.
Zu den wachsenden Personalkosten im öffentlichen Dienst sei
angemerkt, dass ein Vergleich der über 55-Jährigen gegenüber
denjenigen in der Industrie von großem Interesse wäre. Hier sind sie
beschäftigt, dort werden sie unter dem Deckmäntelchen "Sozialplan"
quasi entsorgt und das sicherlich nicht zu Lasten der Industrie.
Hier ist weiters nicht Platz für Geschichtsforschung über das
Zustandekommen der "Hacklerregelung", die überdies auslaufen wird,
aber nicht von heute auf morgen, wie sich das die Vorsitzende
vorstellt.
In einem Rechtsstaat muss auf Lösungen vertraut werden können, die
nicht wie ein Hagelunwetter hereinbrechen.
Junge Industrie - Verzicht auf Pensionsanspruch
Der plakativ angekündigte Verzicht der jüngeren Generation der
Industrie incl. ihrer Vorsitzenden stößt allerdings vor dem
Hintergrund von Privatstiftungen und ähnlichen Benefizien sauer auf
und wird umso unglaubwürdiger, als in dem vorliegenden Pensionsmodell
die Wahrscheinlichkeit der Lebenserwartung als einer der wichtigsten
Faktoren der Pensionsberechnung hingestellt wird und das bei
steigender Lebenserwartung. Zu allem Überfluss ist dem Papier zu
entnehmen, dass die Junge Industrie zum Zwecke der Pensionssicherung
gerne zum Zeitpunkt ihrer Pension auf Teile der heutigen Pension
verzichten würde, wenn dieser Verzicht von allen anderen auch
akzeptiert wird. Großzügig bietet sie noch all jenen, die aufgrund
ihres eigenen Pensionskontos unter die Ausgleichszulage fallen,
Ergänzungen durch das staatliche System an, das ja budgetär entlastet
werden soll.
Über die Versorgung dieser älter werdenden Generationen und ab
wann für diese die Pension überhaupt eingestellt werden soll, ist dem
Papier nicht zu entnehmen.
Rückfragehinweis:
Dr. Otto Benesch, Vorsitzender der GÖD-Pensionisten
Kurt Kumhofer, Vorsitzender-Stv. der GÖD-Pensionisten
Tel.01/53454/311
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