- 25.08.2010, 10:51:49
- /
- OTS0094 OTW0094
Beatrix Karl: Fachhochschulen sind zentrale Säule der heimischen Hochschullandschaft
Wissenschafts- und Forschungsministerin eröffnet das Fachhochschulforum in Alpbach
Alpbach (OTS) - "Die Fachhochschulen haben sich zu einer zentralen
Säule in der heimischen Hochschullandschaft entwickelt. Sie sind eine
absolut positive Ergänzung zu bestehenden Institutionen und leisten
in Kooperation mit Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie als
Innovationstreiber einen wichtigen Beitrag für Kreativität und
Wettbewerb", so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix
Karl bei der heutigen Eröffnung des Fachhochschulforums "Modell und
Wirklichkeit" in Alpbach. Seit ihrer Gründung vor nunmehr 15 Jahren
haben sich die Fachhochschulen aus Sicht der Ministerin "in
beeindruckender Art und Weise zu einem wesentlichen Faktor für den
Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich entwickelt".
Mehr als 44.000 Studierende haben bereits eine Fachhochschule
absolviert, derzeit zählen die 19 Fachhochschulen mehr als 36.000
Studierende in 315 Studiengängen. "Diese Zahlen sprechen eine
deutliche Sprache", so Beatrix Karl. Die Fachhochschulen stellen für
die Ministerin einen "regionalen und nationalen Innovationsturbo"
dar, ganz nach dem Motto "Wissen schafft Arbeit", verweist die
Ministerin auch auf die vergleichsweise guten Berufschancen von
FH-Absolvent/innen am Arbeitsmarkt.
Bildung, Wissenschaft und Arbeit seien die Zukunftsbereiche einer
wissensbasierten Gesellschaft, so die Ministerin in ihrer Rede
weiter. "Das ist das Wissensdreieck für die Basis zu
Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Wachstum. Wissen ist unsere
wichtigste Ressource - Bildung, Ausbildung und Forschung sind die
Bausteine für unsere Zukunft." Es sei hier zentrale Aufgabe der
Politik, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. In diesem
Zusammenhang unterstrich die Ministerin den neuen Fachhochschulplan,
der in den vergangenen Wochen ausgearbeitet wurde und in Kürze den
Ministerrat passieren wird und dankte der Fachhochschulkonferenz, dem
Fachhochschulrat und der ÖH für deren konstruktive Zusammenarbeit.
Eckpunkte des FH-Plans, der mit kommendem Wintersemester in Kraft
tritt und bis 2012/13 gültig ist, sind u.a.:
- Schwerpunkt Technik, Naturwissenschaft sowie techniknahe
Dienstleistungen
- Förderung berufsbegleitender Bildungsangebote
- Erhöhung der Durchlässigkeit des Bildungssystems
- Internationalisierung und Europäischer Hochschulraum
- Sukzessive Steigerung des Frauenanteils von Studierenden und
Lehrenden an Fachhochschulen
- quantitativer Ausbau der FH-Studienplätze unter Voraussetzung
neuer Mittel
In diesem Zusammenhang hielt die Ministerin auch fest, "dass mir der
quantitative Ausbau der Fachhochschulen klarerweise nach wie vor ein
großes Anliegen ist". Sie habe Verständnis für die Anliegen der
Fachhochschulvertreter, gleichzeitig befinde man sich nach 15 Jahren
kontinuierlichen Ausbaus - der Bund hat die Mittel von 6,5 Millionen
Euro im Jahr 1995 auf mehr als 200 Millionen Euro 2010 gesteigert -
nun in einer gewissen Phase der qualitativen Konsolidierung. Unter
Voraussetzung neuer Mittel werde es aber einen quantitativen Ausbau
geben und dafür werde sie weiter kämpfen, versicherte Ministerin
Karl.
Abschließend sprach die Ministerin das Fachhochschulstudien-Gesetz
(FHStG) an, das im Herbst in Begutachtung gehen soll. Dieser Prozess
erfolgt in enger Abstimmung mit der Ausarbeitung der
Qualitätssicherung NEU. Im FHStG sollen jene rechtlichen
Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den veränderten
Herausforderungen gerecht zu werden, wie beispielsweise
studienrechtliche Mindeststandards und ein quantitativ
handlungsfähiges Kollegium bei allen FH-Erhaltern.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20-9014
mailto:[email protected]
www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






