Wien (OTS/fpd) - Die Angst vor den massiven Wählerverlusten so
kurz vor der Wien-Wahl macht offenbar unmögliches doch möglich. Denn
heute verkündet der Wiener Bürgermeister vollmundig, dass nun auch
die Stadt Wien Entschädigungszahlungen für Opfer von Gewalt und
sexuellem Missbrauch leisten wird. Unabhängig davon fordert die
Wiener FPÖ nach wie vor eine unabhängige Kommission, die jenen
Missbrauchopfern unterschwellig zu Verfügung stehen muss, die bisher
aus Scham geschwiegen haben, so der Kinder- und Jugendsprecher der
FPÖ-Wien, Gemeinderat Mag. Johann Gudenus in einer Stellungnahme.
Es ist erfreulich, dass nun auch der Bürgermeister erkannt hat, dass
diese Entschädigungszahlungen das Mindeste sind, was man für die
Opfer tun kann - wenngleich die seelischen Narben auch dadurch nicht
gelöscht werden können. Trotzdem wirkt diese Ankündigung
bedauerlicherweise mehr wie ein PR-Gag so kurz vor der Wahl und
weniger als ein ernstgemeintes Anliegen Häupls. Denn immerhin hat
die SPÖ bisher alle Forderungen der Freiheitlichen in dieser Sache
totgeschwiegen. Jetzt wo es ernst wird und der Wahltag näher rückt,
sind offenbar alle Aktionen recht um in einem guten Licht da zu
stehen. Man darf hoffen, dass die Opfer sich dadurch nicht womöglich
für Wahlwerbung ausgenutzt vorkommen, schließt Gudenus. (Schluss)paw
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0196 2010-08-24/15:03
241503 Aug 10
NFW0006 0218