• 24.08.2010, 09:37:11
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Weingut Cobenzl: Blütenpracht im Weingarten

Neues Begrünungskonzept für nachhaltigen Weinbau und angewandten Naturschutz

Wien (OTS) - Vitale Reben und blühende Wildkräuter: Diese bunte
Mischung ist derzeit auf 35 Hektar der besten Rieden am Cobenzl und
am Bisamberg zu sehen. Das Weingut Cobenzl stellt Versuchs- und
Demonstrationsflächen für neue Weingarten-Begrünungskonzepte bereit
und tritt somit als wichtiger Kooperationspartner des Vereins Bio
Forschung Austria im Projekt ECOWIN (Naturschutz durch Ökologisierung
im Weinbau) auf.
Waren Wildkräuter und Gräser in den meisten Weingärten bisher eher
verpönt, machen die neuen Begrünungsmischungen deutliche Synergien
zwischen Weinbau und Naturschutz sichtbar. Der artenreiche und
standortgerechte Bodenbewuchs schützt die Rebflächen vor Austrocknung
und vor Erosion und bietet Lebensraum für nützliche Insekten, wodurch
die Brücke zur biologischen Schädlingsbekämpfung geschlagen wird.
"Die Blütenpracht verschönert die Weingärten und bietet viele
Vorteile für die Winzerinnen und Winzer: So werden unter anderem der
Humusgehalt des Bodens und die Widerstandsfähigkeit der Trauben
gegenüber Krankheitsbefall erhöht", sagt Umweltstadträtin und
Agrarlandesrätin Ulli Sima.

Naturschutz durch Ökologisierung im Weinbau
Ziel des österreichisch-tschechischen Projekts ECOWIN (Naturschutz
durch Ökologisierung im Weinbau) ist der nachhaltige, umweltschonende
Weinbau zur Förderung der Artenvielfalt. Im Rahmen von
Ausbildungskursen und Demonstrationsversuchen wird versucht, eine
Synthese zwischen Weinbau und Naturschutz zu schaffen. Durch die
Bewusstseinsbildung im Bereich Natur und Umwelt soll erreicht werden,
dass Winzerinnen und die Winzer die Kulturlandschaft nicht nur
umweltbewusster bewirtschaften, sondern auch bewahren und
gleichzeitig eine Multiplikatorrolle gegenüber den Konsumentinnen und
Konsumenten erfüllen.
Anfang August präsentierten Bernhard Kromp und Wilfried Hartl vom
Institut Bio Forschung Austria das Projekt ECOWIN am Weingut Cobenzl.
Das Interesse an der Fachveranstaltung war groß. Über 30 WinzerInnen
aus Wien, 45 WinzerInnen aus Tschechien sowie zahlreiche
ForscherInnen nahmen teil und konnten sich bei der anschließenden
Exkursion zu den begrünten Rieden am Bisamberg und in Stammersdorf
(Weingut Cobenzl und Weingut Wieninger) persönlich vom Erfolg der
Methode überzeugen.

Nähere Informationen zum Projekt ECOWIN sind auf der Homepage des
Instituts Bio Forschung Austria zu finden. http://www.bioforschung.at

Die von Bio Forschung Austria zusammengestellte Begrünungsmischung:
Sieben Leguminosen (= Schmetterlingsblüter): Inkarnat-, Schweden-,
Gelb-, Weiß-, Horn-, Steinklee; eine besondere Rolle spielt die
Esparsette, die Wirtspflanze für acht verschiedene
Schmetterlingsarten ist, darunter die Rote Listen-Art
Esparsetten-Bläuling.
Acht blühende krautige Pflanzen, darunter Leindotter, Buchweizen,
Phacelie, Wiesenknopf, Futtermalve, Ölrettich.
Drei verschiedene Gräser: zwei Rotschwingel-Sorten,
Schafschwingel.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Mag.a (FH) Ulrike Macenka
   MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb
   Vordere Zollamtsstraße 11
   1030 Wien
   Tel.: 0676 811 869 300
   [email protected]
   www.weingutcobenzl.at
   
   
      Dr. Bernhard Kromp
   Institutsleiter Bio Forschung Austria
   Rinnböckstrasse 15
   1110 Wien
   Tel.: 0676 8118 49151
   [email protected]
   www.bioforschung.at

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