• 23.08.2010, 15:06:41
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Marek: Jugend muss für sich selber sprechen können und gehört werden

Diskussionsveranstaltung mit Jugendlichen in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte - Gegeneinander der Generationen überwinden

Wien (OTS/BMWFJ) - "Jugendpolitik hat die Aufgabe, den
Jugendlichen eine Stimme in der Gesellschaft zu geben, dafür zu
sorgen, dass junge Leute für sich selber sprechen können und dabei
auch von der Gesellschaft gehört werden", erklärte Christine Marek,
Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und
Jugend, am Montag bei einer Diskussionsveranstaltung in einer
überbetrieblichen Lehrwerkstätte. Teilnehmer waren rund hundert
Jugendliche, zwei Drittel davon mit Migrationshintergrund. Gerade
diese, so Marek, seien zu Partizipation, aktiver Mitgestaltung und
aktivem Mitreden zu motivieren, da sie vielfach in den
Herkunftsländern schlechte Erfahrungen mit Politik und Politikern
gemacht hätten.

Die Skepsis der Jugendlichen gegenüber der Politik, setzte die
Staatssekretärin fort, bedeute jedenfalls nicht, dass Jugendliche
oberflächlich und nicht engagiert seien. Sie kämpfe daher seit langem
gegen dieses Vorurteil an. "Vielfach ist in den Medien und von vielen
Erwachsenen nur von den Problemen die Rede, die die Gesellschaft mit
den Jugendlichen hat. Es gibt jedoch genug Gegenbeispiele, dass
Jugendliche sich mit den Problemen der Gesellschaft auseinandersetzen
und eigene Lösungsvorschläge präsentieren. Die Jugendpolitik hat
daher die Aufgabe, ein Gegeneinander der Generationen abzubauen und
den respektvollen Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der
Jüngeren wie auch der Älteren zu fördern", so Marek. Jugendpolitik
müsse daher als Gemeinschaftsprojekt von Jung und Alt gedacht werden
und auch alle Jugendlichen erreichen.

Marek räumte ein, dass die globale wirtschaftliche Lage den
Eintritt der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt nicht gerade begünstige
und manche den stetig steigenden Bildungs- und
Ausbildungsanforderungen nicht gewachsen seien. Die Bundesregierung
habe daher zahlreiche Maßnahmen wie zum Beispiel die
Ausbildungsgarantie und die Lehrlingsoffensive gesetzt, so dass in
Österreich die Jugendarbeitslosigkeit im EU-Vergleich sehr niedrig
sei. Die Regierung setze daher alles daran, das Bildungsniveau der
Jugendlichen zu heben, denn Ausbildung sei das wirksamste Mittel
gegen Arbeitslosigkeit, betonte Marek. Jugend dürfe dabei nicht als
"Sozialfall", sondern müsse als Partner der Wirtschaft und
Gesellschaft gesehen werden.

"Es ist mir ein großes Anliegen, das große Potenzial der Jugend
sichtbar zu machen und verstärkt für die Zukunft zu nutzen. Denn die
Jugendlichen sind die Experten in eigener Sache und haben daher das
Recht, sich bei der konkreten Gestaltung ihrer Lebenswelt
einzumischen", schloss Marek.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend
   Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl
   Tel.: +43 (01) 711 00-5838
   
   Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer
   +43 (01) 711 00-2058
   [email protected]
   www.bmwfj.gv.at

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