- 23.08.2010, 12:21:48
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Vom Hafen zum Bahnhof - Frühe Industrialisierung erreicht Stadtmauern
Wien (OTS) - Für Jahrhunderte war Wiens Innenstadt von massiven
Befestigungsanlagen umgeben, die im 19. Jahrhundert umgestaltet
wurden. Ein aufschlussreiches Dokument aus dem Bestand "Pläne der
Plan- und Schriftenkammer" im Wiener Stadt- und Landesarchiv zeigt
einen Projektplan von 1829/30. Darauf ist ein Entwurf zur
Neugestaltung des östlichen Festungsbereichs zu sehen. Im Gebiet des
heutigen Bahnhofs Wien Mitte findet sich der Wiener Kanalhafen
eingezeichnet. Dieser Hafen des Wiener Neustädter Kanals war
Anlegestelle für viele Frachtkähne, die täglich die Stadt
belieferten. Verantwortlich für den Bau des Hafenbeckens war die
Wiener Neustädter Steinkohlengesellschaft, die ihre um Ödenburg
abgebaute Steinkohle dadurch billig in die Stadt transportieren
konnte. Nach Genehmigung des Kanalbaus durch den Kaiser im Jahr 1794
wurde das Hafenbassin vor dem Invalidenhaus für mehrere Jahrzehnte
intensiv genutzt. Im Zuge des Neubaus des Bahnhofs Wien Mitte konnte
die Wiener Stadtarchäologie das Hafenbecken in den letzten Monaten
ergraben und dokumentieren.
o Weitere Informationen zum Plan: www.wien.at/kultur/archiv/geschichte/zeugnisse/glacisplan1829.html
Ausstellung zur Nutzung der Flächen vor den Stadtmauern
In der Kleinausstellung "Von der Gstätten zum Stadtpark. Zur Nutzung
der Flächen vor den Wiener Stadttoren vom 16. bis zum 19.
Jahrhundert" werden die unterschiedlichen Nutzungen des Glacis
anschaulich präsentiert. Als Grundlage dient das umfangreiche
Kartenmaterial des Wiener Stadt- und Landesarchivs. Der Projektplan
von 1829/30 wird in einer Vitrine gezeigt. Die Ausstellung ist vom 4.
Juni bis 1. Oktober 2010 im Foyer des Archivs zu den Öffnungszeiten
zu besuchen. Der Eintritt ist kostenlos, ein Katalog zur Ausstellung
liegt zur freien Entnahme auf.
o Information zur Ausstellung, Anfahrtsweg und Öffnungszeiten: www.wien.at/kultur/archiv/veranstaltungen/glacis.html
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Dr. Christoph Sonnlechner, MAS
Wiener Stadt- und Landesarchiv - MA 8
Telefon: 01 4000-84832
E-Mail: [email protected]
www.archiv.wien.at/
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