- 23.08.2010, 11:04:14
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VIER PFOTEN bringt verwaiste Orang Utans auf Borneo in ein neues Zuhause
Rehabilitations-Programm von VIER-PFOTEN setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen die Ausrottung der Orang Utans
Indonesien/Wien (OTS) - Im kommenden Winter wird die
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN International damit beginnen,
verwaiste und ehemals misshandelte Orang Utans in Ost-Kalimantan, dem
indonesischen Teil der Tropeninsel Borneo, auszuwildern. Die Bestände
der Orang Utans sind durch Zerstörung der Tiefland-Regenwälder und
durch Wilderei in den letzten Jahrzehnten von ehemals 250.000 auf
weniger als 50.000 Tiere geschrumpft. Dr. Signe Preuschoft,
Primatologin, die für VIER PFOTEN das Affen-Rehabilitations-Programm
in Samboja Lestari auf Borneo betreut: "Wir wollen mit der
Rettungsstation und der Auswilderung unseren Beitrag dazu leisten das
individuelle Elend dieser faszinierenden und uns Menschen so
ähnlichen Tiere zu mildern und ihr Überleben zu sichern." VIER PFOTEN
finanziert die Station von Samboja und bereitet die Menschenaffen in
Zusammenarbeit mit der Borneo Orang Utan Survival Foundation (BOS
Foundation) auf die Auswilderung vor.
Ab Ende 2010 sollen sukzessive mehr als 100 dieser rothaarigen
Menschen-Affen aus der Station von Samboja in ein für 90 Jahre von
der Regierung gepachtetes Gebiet gebracht und freigelassen werden.
Eigens geschulte Betreuer werden während der ersten Monate den
zunächst noch unerfahrenen Menschen-Affen zur Seite stehen, bis sich
alleine zurecht zu finden. Zuvor müssen sie aber noch - wie
Menschen-Kinder - alles zum Überleben notwendige lernen. Das
geschieht in der "Waldschule" von Samboja. Signe Preuschoft: "Wir
lehren die Orang Utan Kinder klettern, Nahrung finden, Nester bauen,
Orientierung im Wald und Skepsis gegenüber fremden Menschen, die
ihnen dann im Wald gefährlich werden könnten. Mit dem
Rehabilitations-Programm wollen wir neue Maßstäbe setzen im Kampf
gegen die Ausrottung der Orang Utan."
Viele der verwaisten Orang Utan-Kinder, die nach Samboja Lestari
gebracht werden, sind in einem jämmerlichen Zustand: Traumatisiert -
weil sie in vielen Fällen den Tod ihrer Mutter ansehen mussten -
fehlernäht und dehydriert und oft mit Spuren von Misshandlungen durch
Menschen. Nach der medizinischen Erstversorgung versuchen Signe
Preuschoft und ihr Team, die kleinen, roten Fellknäuel zu trösten und
ihr Vertrauen zu gewinnen. Manchmal übernehmen ältere Affen die Rolle
von Ersatzeltern oder -geschwistern. Erst danach können die kleinen
"Artgenossen" der Menschen in die Waldschule gebracht werden, wo sie
auf die bevorstehende Auswilderung vorbereitet werden.
Doch die Station von Samboja platzt aus allen Nähten, zu groß ist
der Andrang auf Grund der fortschreitenden Zerstörung der
Regenwälder. Daher will VIER PFOTEN die "Inseln" für die Orang Utans,
das sind Freigehege auf natürlichen Flussinseln und in durch Gräben
abgetrennten Waldbeständen in Samboja, so rasch wie möglich
erweitern. Doch dafür sind zusätzliche Finanzmittel notwendig. "Es
birst einem fast das Herz, wenn man sieht was mit unseren Artgenossen
und ihrer Heimat geschieht", sagt Signe Preuschoft. "Die Orang Utans
sind unser aller Vettern - nicht nur die der Indonesier. Mit dem
Rehabilitations-Programm können wir dazu beitragen, dass Orang Utans
wieder in ihrer natürlichen Heimat leben können. Neben
internationalem Engagement gegen die Waldzerstörung und einem
nachhaltigeren Konsumverhalten in den Industrieländern braucht es
daher daher auch die Unterstützung für das Rehabilitations-Projekt
durch möglichst viele Menschen in wohlhabenden Ländern wie
Österreich", so Signe Preuschoft abschließend.
Weblinks: www.vier-pfoten.at
Spendenkonto:
P.S.K.
BLZ 60.000
Kto: 7544.590
Rückfragehinweis:
Viktoria Höfferer
Tel: +43-1-545 50 20-62
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