• 22.08.2010, 09:55:52
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Kräuter: "Anschlag auf heimische Fischfauna droht"

Fischaufstiegshilfen müssen ökologische Selbstverständlichkeit bleiben

Wien (OTS/SK) - Nationalratsabgeordneter Günther Kräuter,
Präsident des größten österreichischen Fischereiverbandes VÖAFV,
wendet sich strikt gegen eine völlig inakzeptable Bestimmung im
Entwurf einer Novelle zum Wasserrechtsgesetz 1959. Demnach soll in
Zukunft die Fischpassierbarkeit von Fließgewässern der E-Wirtschaft
überlassen werden. Kräuter: "Nur mehr knapp ein Drittel der
heimischen Fließgewässer weist einen einigermaßen naturnahen Zustand
auf. Nun soll für Neubauten von Wasserkraftwerken die Errichtung von
Fischaufstiegshilfen plötzlich von wirtschaftlichen Kriterien
abhängig gemacht werden. Damit wird das Ende Juni 2009 von
Bundeskanzler Werner Faymann und Umweltminister Nikolaus Berlakovic
ausdrücklich festgelegte ausgewogene Verhältnis von Ökologie und
Ökonomie bei Flussverbauungen mißachtet."****

Wie das Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz in einer
Stellungnahme festhält, könnte mit dem neuen Gesetz sogar eine
subjektive Unzumutbarkeit für den Bewilligungswerber eine
Außerachtlassung der Fischpassierbarkeit rechtfertigen. Der
Umweltdachverband wende sich u.a. auch grundsätzlich gegen eine
Bevorzugung des öffentlichen Interesses an der Energieerzeugung
zulasten der Erhaltung und Wiederherstellung eines guten ökologischen
und chemischen Zustandes unserer heimischen Gewässer.
Kräuter abschließend: "Es droht durch den Gesetzesentwurf ein
Anschlag auf die heimische Fischfauna. Ich werde alles daransetzen,
um diesen ökologischen Supergau zu verhindern." (Schluss) sc

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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