Wien (OTS/fpd) - "So werden mit der Duldung der Regierung und des
Wirtschaftsbundes österreichische Betriebe in den Ruin getrieben",
kritisierte Barbara Drahosch, Mitglied des Fachgruppenausschusses der
Immobilienmakler die Kürzung der Maklerprovisionen.
Per Verordnung sollten künftig die Maklerhonorare um ein Drittel
gekürzt werden, womit die Kosten einer professionellen Vermittlung
nicht mehr gedeckt werden könnten. Dadurch stünden viele
Kleinunternehmer dieser Branche vor schweren existenziellen
Problemen. In Österreich sei das Honorar ohnehin einzig und alleine
ein Erfolgshonorar, worauf der Makler nur im Falle eines positiven
Abschlusses Anspruch hätte, so Drahosch.
Statt schwarze Schafe ohne Konzession vom Markt fernzuhalten, würde
diese SPÖVP-Regierung lieber daran arbeiten, einer ganzen
Berufsgruppe den Todesstoß zu versetzen und der ÖVP-Wirtschaftbund
schwiege dazu auch noch in blindem Gehorsam, obwohl die Beschneidung
der Maklergebühr bereits in der letzten Regierungsvereinbarung
verankert gewesen sei, kritisiert Drahosch weiter.
"Die Senkung der Honorare stellt einen Anschlag auf die kleinen und
mittleren Untenehmen dar, wovon die Großunternehmen wie Banken,
Versicherungen und Bauträger profitieren werden, weil sie langsam vom
Markt verschwinden werden. Das zeigt wiederum, in welchem Interesse
diese Regierung und die zugehörigen Wirtschaftsvertretungen agieren.
Nur die FPÖ arbeitet wirklich für die klein- und mittelständische
Wirtschaft", schloss Drahosch. (Schluss) hn
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