- 17.08.2010, 10:00:13
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VVO-Präsident Littich: Lebensversicherung hält Österreichs Volkswirtschaft am Leben
Wien (OTS) - Für 10,4 Millionen Lebensversicherungsverträge legen
Österreicher im Durchschnitt jeden siebenten Spareuro auf die Seite.
Der Einzelne profitiert von der Sicherheit und Flexibilität der
Produkte und das System Lebensversicherung ist darüber hinaus als
Konjunkturmotor, Risikomanager und Stabilisator des Pensionssystems
ein zentraler Eckpfeiler der österreichischen Volkswirtschaft.
"Lebensversicherungen sind lebenswichtig - nicht nur für den
Einzelnen, sondern für die gesamte österreichische Volkswirtschaft",
erklärte Dr. Wolfram Littich, Präsident des österreichschen
Versicherungsverbandes VVO und Vorstandsvorsitzender der Allianz
Gruppe in Österreich, am Dienstag vor Journalisten. 65 Milliarden
Euro, das sind 15 Prozent des Gesamtvermögens privater Haushalte,
haben die Österreicher in Lebensversicherungen veranlagt. Ein Teil
davon fließt in österreichische Bundesanleihen - als größter
inländischer Gläubiger hält die Versicherungswirtschaft damit fast
ein Drittel der österreichischen Staatsschulden im Inland.
Jährliches Konjunkturpaket von 6 Milliarden Euro
Neben der stabilisierenden Wirkung auf den Finanzplatz Österreich
fungieren Lebensversicherungen auch als Konjunkturpaket: pro Jahr
werden 6 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Großteil davon fließt in die
Erhöhung der Kaufkraft der Pensionisten, die entweder in den Konsum
mündet oder in Form eines generationenübergreifenden Geldtransfers
weitergegeben wird. In jedem Fall wird die Wirtschaft angekurbelt und
dadurch das Konjunkturpaket zum planbaren Wachstumstreiber. "Die
Lebensversicherung hat einen langfristig
stabilisierenden Effekt: Das Konstrukt unterstützt langfristige
Sparvorgänge des Einzelnen, aber auch der gesamten Volkswirtschaft",
so Littich.
Risikoträger für Schicksalsschläge
Die Rolle der Lebensversicherung als Risikoträger für
Schicksalsschläge sei ebenfalls zu beachten: Neben den Risiken
Berufsunfähigkeit, Invalidität und Pflegebedürftigkeit werde gerade
das Ablebensrisiko fälschlicherweise unterschätzt, wie Littich
ausführt: "Jeder sechste 40-Jährige erlebt seinen 65. Geburtstag
nicht. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, wie man davon
abraten kann, das Ablebensrisiko in den Versicherungsschutz zu
inkludieren." Durch den Abschluss eines Versicherungsvertrages seien
Hinterbliebene finanziell bestens abgesichert. Jährlich werde so die
Existenz von über 40.000 Familien gesichert, die dadurch in
geringerem Ausmaß auf staatliche Auffangnetze zurückgreifen müssen,
so Littich.
Lebensversicherung sichert Traum vom Eigenheim
Auch in Sachen Wohnbau spielt die Lebensversicherung eine tragende
Rolle: Zwei Drittel aller Schulden der privaten Haushalte - rund 100
Milliarden Euro - fließen in Wohnbaukredite. Ein guter Teil davon
wird durch eine Risikolebensversicherung abgedeckt. "Die
Lebensversicherung sorgt dafür, dass Herr und Frau Österreicher ihren
Traum vom Eigenheim verwirklichen können", erklärt Littich. Ein
Großteil der Kredite würde nicht vergeben, die Kreditwirtschaft
daraufhin leiden.
Stabilisator des Pensionssystems
Auch der Vorsorgeaspekt der konkurssicheren Lebensversicherung
gewinnt gerade in Zeiten steigender Staatsverschuldung an Bedeutung.
Das Umlageverfahren hat wegen der demografischen Entwicklungen ein
stark degressives Leistungsvolumen für den Einzelnen zur Folge.
Sinkende Geburtenraten sowie Unberechenbarkeit politischer
Entscheidungen führen zu einer erhöhten Unsicherheit in der
Bevölkerung, die sich in Umfragen in einem sinkenden Vertrauen in das
staatliche Umlageverfahren manifestiert. Die Lebensversicherung ist
die einzige Sparform, welche nicht nur eine Leistung an sich, sondern
auch die Höhe der Pension über lange Zeithorizonte garantieren kann,
erklärt Littich. "Unsere Gesamtverzinsung liegt seit drei Jahrzehnten
im Schnitt 3,7 Prozent-Punkte über der Inflationsrate. Nur wir können
langfristig eine Rente oder einen bestimmten Auszahlungsbetrag über
eine lange Laufzeit garantieren". Das Geld sei zudem konkurssicher
und werde von einem externen Treuhänder einmal pro Monat nach dem
strengen Niederstwertprinzip kontrolliert.
"Das Instrument Lebensversicherung darf ohne Beachtung dieser
Hintergründe keiner einseitigen Beurteilung unterzogen werden", so
Littich abschließend. "Im Jahr 2030 wird jeder dritte Österreicher
über 60 Jahre alt sein. Im Schnitt hat jeder Österreicher bereits
heute 1,3 Verträge: Würde es die Lebensversicherung nicht geben - wir
müssten sie heute erfinden."
Rückfragehinweis:
VVO Versicherungsverband Österreich Mag. Daniela EBEERT T.: 01/711 56/261 F.: 01/711 56/280 E.: [email protected] www.vvo.at
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