- 16.08.2010, 12:04:45
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Wlodkowski: Jeder Euro an unsere Bauernfamilien ist gerechtfertigt
Kein Verständnis für sozialistische Umverteilungsdiskussion
Wien (OTS) - "In der Diskussion über mögliche Kürzungen bei
Agrarförderungen ist festzuhalten, dass knapp 60% der
österreichischen Bauern maximal EUR 10.000,- erhalten und rund 98,5%
der Landwirte für ihre Arbeit maximal EUR 50.000,- bekommen. Das sind
insgesamt rund 90% aller Mittel. Nur ein ganz kleiner Teil der land-
und forstwirtschaftlichen Betriebe erhält mehr als EUR 50.000,-
beziehungsweise über 100.000,-", kritisierte heute Gerhard
Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, die
jüngsten Aussagen bezüglich möglicher Kürzungen bei den
Agrarförderungen und verwehrte sich einmal mehr dagegen, dass diese
Leistungsentgelte immer wieder für sozialistische
Umverteilungsdiskussionen herangezogen werden.
Landwirte erbringen Fülle von Gegenleistungen
"Faktum ist auch, dass alle Landwirte zusammen für diese
finanziellen Zuwendungen auch eine Fülle von Gegenleistungen
erbringen, angefangen bei der Erhaltung einer intakten
Kulturlandschaft, der Sicherung der Versorgung mit hochwertigen
Lebensmitteln bis hin zu einer Reihe von Umwelt- und
Klimaschutzmaßnahmen. Wer jetzt in der öffentlichen Diskussion den
Eindruck erwecken will, dass die kleineren Betriebe von den Kürzungen
der Großbetriebe profitieren könnten, agiert absolut unseriös",
unterstrich Wlodkowski.
Der mehr als 20%ige Einkommensverlust der Landwirte untermauere
drastisch die zentrale Forderung der Bauernvertretung an alle
Verantwortlichen in Brüssel und in Wien, nicht über
Agrarbudgetkürzungen die finanzielle Basis der Landwirtschaftspolitik
auszuhöhlen oder durch unseriöse Diskussionen eine negative Stimmung
gegen die Bauern in Österreich zu schüren, so der LK-Präsident.
Kosten der EU-Agrarpolitik machen nur 0,46% der öffentlichen Ausgaben
aus
Derzeit belaufen sich die Kosten für die Gemeinsame Agrarpolitik
in der Europäischen Union auf rund 0,46% der gesamten öffentlichen
Ausgaben. Das heißt, dass Bäuerinnen und Bauern in Österreich sowie
in den anderen EU-Ländern mit weniger als einem halben Prozent der
gesamten Budgetgelder die Ernährung für mehr als 500 Mio. Menschen in
Europa sichern, die Kultur- und Erholungslandschaft pflegen und
wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Motor in den ländlichen
Regionen sind.
"Wie viel Geld nun jeder einzelne Landwirt konkret erhält, findet
man auch in der Transparenzdatenbank, deren routinemäßige
Aktualisierung einmal mehr beweist, dass Österreichs Bäuerinnen und
Bauern absolut nichts zu verbergen haben. Hier sind nicht nur die
Summen angeführt, die die einzelnen Betriebe erhalten, sondern auch
die Gegenleistungen, die sie dafür erbringen, wie die Sicherung der
Ernährung, der Umwelt- und Naturschutz, die Belebung und Stärkung des
ländlichen Raums und die Erhaltung der Bewirtschaftung in abgelegenen
Gebieten des Landes. Jeder Euro an unsere Bauernfamilien ist daher
bestens investiert und gerechtfertigt, weil schließlich auch
Gegenleistungen für die gesamte Gesellschaft erbracht werden",
erklärte Wlodkowski.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto: [email protected]
www.lk-oe.at
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