- 16.08.2010, 11:10:34
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Sima: Knapp 10.000 Amtshandlungen der WasteWatcher für mehr Sauberkeit in der Stadt
Wien (OTS) - Um 36 % mehr Amtshandlungen wie Ermahnungen, Mandate
und Anzeigen, haben die WasteWatcher im ersten Halbjahr 2010 zum
Vergleichszeitraum im Jahr davor getätigt. "Seit Beginn ihrer
Tätigkeiten im Februar 2008 bis heute haben die WasteWatcher als
Organe der öffentlichen Aufsicht 9.711 Amtshandlungen vollzogen und
dazu beigetragen, dass Wien zu den saubersten Städten der Welt zählt.
Ende August wird die 10 000-Marke an Amthandlungen vermutlich
überschritten sein", zieht Umweltstadträtin Ulli Sima Bilanz. "In
Wien muss sich jeder an die Sauberkeitsspielregeln halten, unser
Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten ist top und es gibt
wirklich keine Ausreden mehr, seinen Müll oder den Hundekot
ordnungsgemäß zu entsorgen", betont Sima.
Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 konnten im gleichen
Zeitabschnitt 2010 um 36 % mehr Amtshandlungen gesetzt werden. Das
bedeutet, dass heuer bereits 1.373 Ermahnungen, 1.057 Strafmandate zu
je 36 Euro und 558 Anzeigen ausgesprochen wurden. Zusätzlich wurden
heuer bereits über 12.000 Info-Gespräche über die ordnungsgemäße
Entsorgung von Abfällen getätigt.
Neben den 50 hauptberuflichen WasteWatchern sorgen weitere 310
ausgebildete Mitarbeiter im Rahmen ihres Außendienstes dafür, dass
die Sauberkeitsspielregeln eingehalten werden. "Die Situation hat
sich merklich verbessert, vor allem auch im Bereich des Hundekots",
so Sima. Eine Studie vom Frühjahr belegt, dass die
Hundesackerlautomaten von den Hundebesitzern gut angenommen werden,
täglich landen über 47.000 gefüllte Hundekotsackerl in Wiens
Mistkübel. Die Stadt Wien bietet gratis Sackerl in über 2.500
Sackerlautomaten. "Das gute Angebot und die strengen Kontrollen
inklusive Strafen sorgen dafür, dass die Stadt merklich sauberer ist"
so Sima.
Organmandat 36 Euro - bei Anzeigen wirds teuer
Für Müllsünder, die ihren Müll oder den Hundekot auf öffentlichen
Plätzen zurücklassen, droht ein Organmandat von 36 Euro, Anzeigen
können im schweren Fall bis zu 2.000 Euro ausmachen. "Unser Ziel sind
aber nicht die Strafen, sondern maximale Sauberkeit. Die Gelder, die
eingenommen werden, sind zweckgebunden und werden für
Sauberkeitsmaßnahmen eingesetzt", erläutert Sima.
Umfragen belegen: WasteWatcher beliebt und Situation in den Augen der
Bevölkerung eindeutig besser geworden
Die WasteWatcher erfreuen sich enormer Beliebtheit, 87 % halten
sie für eine gute Einrichtung, was für eine Straftruppe ein
sensationeller Wert ist. Eine brandneue IFES-Umfrage zeigt, dass 65 %
der Wienerinnen und Wiener wissen, dass die MA 48 eine eigene
Einsatztruppe hat, die Verunreinigungen kontrolliert und straft. 49 %
sind der Meinung, dass sich durch die Einführung der Kontrollorgane
die Sauberkeit in Bezug auf Hundekot verbessert hat, im Oktober 2009
waren es 34 %. Weiters zeigt die Umfrage von IFES, dass 37 %
persönlich bereits oft wahrgenommen haben, dass Hundebesitzer den Kot
ihrer Hunde aufgehoben haben, 48 % sehen das zumindest vereinzelt.
Unter den Hundebesitzern geben sogar 56 % an, schon oft gesehen zu
haben, dass die Hinterlassenschaften der Vierbeiner von den
Hundebesitzern weggeräumt wird.
Schwerpunkt Parks und Donauinsel
Unterwegs ist die Truppe auch in Parks und Grünflächen oder auf
der Donauinsel, wo naturgemäß im Sommer Hochbetrieb herrscht.
Für den täglichen Einsatz der WasteWatcher stehen neben 6
Smart-Fahrzeugen auch weitere 5 VW-Caddy Erdgasfahrzeuge im
eindeutigen Design zur Verfügung. Auf der Donauinsel sind die
WasteWatcher umweltfreundlich mit Dienstfahrrädern unterwegs. Bei
Ihren Rundgängen in der Stadt und in den Parks sind die WasteWatcher
aber wie bisher zu Fuß unterwegs, in Uniform bzw. in zivil.
Es gibt immer wieder Schwerpunkttage, an denen bis zu 100
WasteWatcher zugleich die Bezirke kontrollieren, der nächste steht am
21. August in verschiedenen Bezirken im Westen Wiens an.
Keine Ausreden: Breites Serviceangebot - nun auch online auf
www.wien.gv.at/Stadtplan
Die Stadt Wien bietet mit über 21.000 öffentlichen Papierkörben,
2.500 Hundsackerlautomaten, 4.500 öffentlichen Standorten zur
Altstoffsammlung und 19 Mistplätzen ein überaus attraktives
Serviceangebot für die Wiener Bevölkerung. Seit Juli sind die
Einrichtungen zur Altstoffsammlung, sowie die Mistplätze, die
Hundesackerlautomaten und die öffentlichen WC-Anlagen zudem online am
Stadtplan der Stadt Wien - unter der Rubrik "Saubere Stadt" abrufbar.
Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen wird daher mehr als leicht
gemacht. Ausreden haben hierbei keine Chance und wer sich dennoch
nicht an die Spielregeln hält, muss mit den WasteWatchern rechnen.
Akutelle Fallbeispiele aus dem Leben der WasteWatcher:
1) Eine Baufirma lagerte im 2. Bezirk Bauschutt, offene
Zementsäcke neben einer genehmigten Baustelle in Baumscheiben.
Aufgrund der Verunreinigung bekam die Baufirma eine Anzeige, die mit
220,- rechtskräftig abgeschlossen wurde.
2) Ein Mann verlagerte im 16. Bezirk schmutzige, mit Chemikalien
versehenes Wasser, sowie Abfälle seines Fleischwarengeschäftes auf
die Fahrbahn und wurde von den Überwachungsorganen dabei gesehen. Der
Herr zeigte sich trotz Rechtsbelehrung uneinsichtig und bestand
darauf angezeigt zu werden. 75,- Euro rechtskräftige Strafe war die
Folge.
3) 2 Plakatierer beklebten die Wand einer Unterführung im 22.
Bezirk und wurden dabei auf frischer Tat ertappt. Jeder der beiden
bekam 75,- Strafe.
4) Ein Mann räumte im 15. Bezirk ein Kellerlokal und ließ die
halbe Einrichtung am Gehsteig stehen. Nach einem Hinweis der dort
lebenden Anrainer konnten die Überwachungsorgane durch Beweismittel
und mit Hilfe der Anwohner den Verursacher eruieren. Dieser wurde
angezeigt und bekam 330,- rechtskräftige Strafe.
5) Ein Hundebesitzer räumte im 10. Bezirk den Kot seines Hundes
nicht weg und wurde von den Organen daraufhin angesprochen. Der Mann
reagierte uneinsichtig und meinte, dass keine Hundesackerlspender
vorhanden seien. Ihm wurde die Rechtslage erklärt und außerdem wurde
er informiert, dass die Hundesackerlspender eine
Gratis-Zusatzleistung der MA 48 ist, jedoch jeder Hundebesitzer ein
Behelfnis zur Entfernung des Kotes selbst mithaben sollte. Übrigens
befand sich nicht unweit ein Hundesackerlspender der Stadt Wien. Da
die Ausweisleistung verweigert wurde, musste die Polizei zur
Datenaufnahme hinzugeholt werden. Den Hundekot hob der Mann trotz
Aufforderung nicht auf. - Anzeige mit 320,- rechtskräftig
abgeschlossen.
6) Im 15. Bezirk wurde eine Dame beobachtet, deren Hund in einer
Baumscheibe kotete. Die Beamten warteten, ob die Dame vielleicht zum
in der Nähe befindlichen Hundesackerlspender gehen würde. Da sie aber
daran vorbeiging, wurde sie von den Organen angehalten. Trotz
Aufforderung räumte sie den Kot nicht weg. Im Zuge des
Anzeigeverfahrens stellte sich heraus, dass diese Frau bereits im
Jahr 2008 rechtskräftig bestraft wurde und somit eine
Wiederholungstäterin ist. Die Anzeige wurde daher diesmal mit 320,-
rechtskräftig abgeschlossen. Da sie im Jahr 2008 mit 150,- bestraft
wurde, hat sich die Strafe nun verdoppelt. Insgesamt musste sie für 2
Hundekothaufen 470,- bezahlen.
Rückfragehinweis:
Mag. Anita Voraberger Mediensprecherin Umweltstadträtin Maga Ulli Sima Tel.: +43 1 4000 81353 Mobil: +43 664 16 58 655 E-Mail: [email protected] www.natuerlich.wien.at
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