• 13.08.2010, 11:45:06
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AK zu Fachhochschulen: Ausbaustopp schadet berufstätigen Studierenden

Ende der Begutachtungsfrist zum Fachhochschulplan - Arbeiterkammer verlangt den weiteren Ausbau der Fachhochschulen

Wien (OTS) - Noch schlechtere Chancen von Berufstätigen und
Arbeiterkindern auf ein Studium: Das bedeutet nach Auffassung der
Arbeiterkammer der geplante Ausbaustopp für die Fachhochschulen.
Heute, Freitag, endet die Begutachtungsfrist für den neuen
Fachhochschulplan der Wissenschaftsministerin. Die Fachhochschulen
müssen weiter ausgebaut werden, verlangt die Arbeiterkammer in ihrer
Stellungnahme. Denn an den Fachhochschulen war bisher der Anteil der
Studierenden aus sozial schwächeren Schichten und ohne traditionelle
Schulmatura wesentlich höher als an den Universitäten - und nur die
Fachhochschulen bieten eigene Studiengänge für Berufstätige. Mit dem
Ausbaustopp bleibt die übereinstimmende Prioritätensetzung des
Hochschuldialogs auf den Fachhochschulsektor eine Worthülse. Als zu
vage kritisiert die Arbeiterkammer die Ziele für mehr Qualität an den
Fachhochschulen.

Schon jetzt herrscht an vielen Fachhochschul-Studiengängen
Platzmangel, vor allem in den sozial- und
wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen. Zusätzlich machen Jahr für
Jahr mehr Junge in Österreich die Matura, ist auch durch den
doppelten Maturajahrgang in Deutschland mit einem heftigen Ansturm
auf die österreichischen Universitäten zu rechnen. Ein Ausbaustopp
für die Fachhochschulen wird den Kampf um die Studienplätze
verschärfen und Berufstätigen und Arbeiterkindern den Zugang zum
Studium erschweren, warnt die Arbeiterkammer.

Stattdessen müssen die Fachhochschulen weiter ausgebaut werden -
auch, um die selbstgesteckten Ziele der Wissenschaftsministerin für
mehr Qualität an den Fachhochschulen zu erfüllen. Wichtig ist der
Arbeiterkammer die Aufstockung des Anteils der Studiengänge für
Berufstätige. Nötig sind auch konkrete Maßnahmen, damit mehr Menschen
ohne traditionelle Schulmatura studieren können. Dafür müssen
verbindliche Ziele gesetzt werden, deren Einhaltung auch überprüft
wird.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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