OTS0014 / 13.08.2010 / 08:17 / Channel: Politik / Aussender: PEKABE -Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Stichworte: Finanzen / Pensionen / Politik / Soziales


Die Presseaussendungen des Fachverbandes der Pensionskassen und die Wahrheit

Utl.: Sinkende Erträge und 1 1/2 Jahre erfolglose Reformkommission sollen als Erfolg verkauft werden. =


   Wien (OTS) - Der neue Fachverbandsobmann Zakostelsky versucht, das
Halbjahresergebnis 2010 der Pensionskassen(PK) von 2,39% als Erfolg
zu verkaufen und eine heile Pensionkassenwelt zu suggerieren! Er
verschweigt geflissentlich, dass der Aufwärtstrend der Performance
bereits im Mai d.J. gestoppt wurde; das 2.Quartal 2010 schlägt sich
immerhin bereits mit einem Verlust von -0,54% zu Buche und die
negative Tendenz setzt sich auch im Juli und August fort.
   Auch Zakostelsky beschreitet somit - wie sein Vorgänger Böhm -
weiterhin den Weg der Falschmeldungen und Halbwahrheiten. Was soll
die Feststellung eines "Ertrags  auf ein Jahr von 8,63%"?
Unterjährige Ertragsziffern haben an sich keinen Aussagewert. Einzig
und allein die Performance per 31.12. eines Jahres zählt! Einen
Ertragswert von Juni zu Juni zu konstruieren, schlägt also dem Fass
endgültig den Boden aus.
   Wann wird der Fachverband endlich von seinen unseriösen
Jubelmeldungen zu einer fairen Berichterstattung übergehen? Wann wird
er von sich aus zugeben, dass ein Ertrag von 2,39% keine
Pensionserhöhung bedeutet, sondern für alle Pensionsbezieher mit
einer Pensionskürzung bis zu 5% gleichzusetzen ist. Tatsache ist,
dass mindestens 6% bis 8% Ertrag erwirtschaftet werden müssten, um
nach Abzug der PK-Kosten für die überwiegende Mehrheit der
betroffenen Pensionisten den Rechnungszins von bis zu 6,5% und damit
eine nur gleichbleibende Pension zu erreichen, ganz zu schweigen von
einer Inflationsabgeltung.
   Wenn Hr. Zakostelsky nun der Sicherheit den Vorrang gegenüber
hohen Erträgen einräumt, so versucht er die von den Pensionskassen
einst vollmundig versprochenen und auch vertraglich vereinbarten
jährlichen Veranlagungserträge von 7,5% und mehr aus dem Bewusstsein
zu verdrängen. In den letzten 10 Jahren haben die heimischen PK
durchschnittlich nur etwa ein Viertel ihrer Zusagen erzielt. Die
Folgen dieser drastischen Verfehlungen hatten und haben die
PK-Berechtigten - ca. 60.000 derzeitige und eine halbe Million
zukünftige PK-Pensionsempfänger - in Form von Pensionskürzungen bis
zu 45% zu tragen. Und die sind ohne einen Zuschuss von dritter Seite
in der verbleibenden Lebenszeit absolut unaufholbar! Dass es sich
hier bei einer durchschnittlichen Monatspension von 474,- EUR
bestimmt nicht um Luxuspensionen handelt, sollte nicht unerwähnt
bleiben.
   Dass Hr. Zakostelsky mit dem bisherigen Verlauf der Arbeit der
Reformkommission zufrieden ist, versteht sich von selbst, haben doch
die PK dank ihrer übermächtigen Lobby sämtliche Versuche, für die vom
Debakel der 2.Säule am härtesten Betroffenen eine Milderung zu
erreichen, nicht nur erfolgreich abgewehrt, sondern sind am besten
Weg, ihren "Besitzstand" noch weiter auszubauen - will heißen:
weiterhin keine Ergebnisverantwortung für die PK - volles Risiko für
die PK-"Berechtigten" und endgültige Einzementierung der bisher
erlittenen Pensionshalbierung.
   Pekabe, der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, wird
sich jedenfalls weder von einer Refomkommission abspeisen lassen, die
nach nunmehr 1 1/2 Jahren keinerlei für die PK-Geschädigten
brauchbare Ergebnisse aufzuweisen hat, noch von der heilen Welt, die
Herr Zakostelsky vortäuschen möchte.
Rückfragehinweis:
   Günter Braun, Pe|ka|be - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
   Mailto: pressesprecher@pekabe.at Tel. 0699 - 111 58 699
	
							
												
							
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