Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der Konjunkturkrise galt das
Hauptaugenmerk der Wiener Wirtschaftspolitik dem Kampf gegen die
Arbeitslosigkeit und damit der Unterstützung von arbeitsuchenden
Personen. Das Arbeitsmarktservice Wien hat seine Schulungsangebote
für arbeitsuchende WienerInnen maßgeblich gesteigert, allein im Juni
um 16 Prozent.
Derzeit stabilisiert sich aufgrund der besseren
Konjunkturaussichten sowie der umfangreichen Arbeitsmarktpakete durch
die Bundesregierung und der Stadt Wien die Situation am Wiener
Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit in Wien ist zuletzt im Juni und
Juli gesunken, aktuell um 2,4 Prozent.
Stadt Wien stärkt Wiener Beschäftigte und arbeitsuchende Jugendliche
mit zusätzlichen Angeboten
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) setzt jetzt
auf Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner einen neuen
Impuls, um berufstätige WienerInnen für gezielte
Weiterbildungsaktivitäten zu motivieren. Wer noch bis Ende des
Krisenjahres 2010 eine berufsbezogene Aus- oder Weiterbildung
beginnt, kann zusätzlich zum bestehenden Bildungskonto für Wiener
ArbeitnehmerInnen bis zu 1.000 Euro vom waff erhalten. Darüber hinaus
wird eine weitere Initiative zur Unterstützung arbeitsloser
Jugendlicher gesetzt: Mit "Meine Chance" sollen Jugendliche motiviert
werden, Bildungsabschlüsse nachzuholen oder ihre fachlichen
Qualifikationen durch Weiterbildung zu verbessern.
NEU: Der neue Weiterbildungs-Tausender des waff
Wiener Beschäftigte können sich ab jetzt mit dem waff
Weiterbildungs-Tausender bis zu tausend Euro pro Person für ihre
berufliche Ausbildung zusätzlich holen.
"Die bewährten Angebote des waff für Beschäftigte werden jetzt
durch eine zusätzliche Förderung erweitert. Mit dem
Weiterbildungs-Tausender des waff ermutigen wir Wiener Beschäftigte,
ihre Chancen durch Aus- und Weiterbildung spürbar zu verbessern.
Dafür nehmen wir insgesamt drei Millionen Euro in Hand",
unterstreicht Wirtschaftsstadträtin Brauner die Bedeutung der
ausgeweiteten Förderung. "Fest steht: Je qualifizierter jemand ist,
desto sicherer ist der jeweilige Arbeitsplatz. Weiterbildung zahlt
sich daher immer aus - für die ArbeitnehmerInnen und natürlich gerade
für die Wiener Unternehmen."
Fakten: Der Wiener Weiterbildungs-Tausender
- Beschäftigte WienerInnen, die erfolgreich eine berufliche
Weiterbildung abgeschlossen haben, erhalten vom waff die
Hälfte ihrer Kurskosten bis zu maximal tausend Euro.
- Der Weiterbildungs-Tausender kann für alle berufsbezogenen
Kurse bei vom waff anerkannten Bildungsträgern beantragt werden.
Der Kurs muss zwischen 1. August 2010 und 31. Dezember 2010
begonnen haben und spätestens am 31. August 2011 beendet werden.
- Die maximale Fördersumme von tausend Euro kann in Teilbeträgen
für mehrere Ausbildungen genützt werden.
- Der Weiterbildungs-Tausender kann mit bestehenden Förderungen
des waff, wie dem Weiterbildungskonto, kombiniert werden. Der
waff wickelt beide Anträge automatisch intern ab. Der Vorteil
für die KundInnen: ein Antrag - zwei Förderungen.
- Für diese zusätzliche waff-Förderung stehen insgesamt drei
Millionen Euro für mehr als 3.500 Personen zur Verfügung.
- Die Förderung kann rasch und unkompliziert per Post beantragt
werden, ein Beratungstermin ist nicht notwenig.
Jetzt Hauptschulabschluss nachholen mit "Meine Chance"
Neben dem "Weiterbildungs-Tausender" für berufstätige WienerInnen
wird der waff gemeinsam mit dem AMS im September eine weitere
Initiative für rund 200 arbeitslose Jugendliche starten. Mit dem
bereits in der Praxis erprobtem Programm "Meine Chance" können ab
September 16- bis 25-jährige Jugendliche bei beruflicher
Höherqualifizierung und beim Nachholen ihrer Berufsausbildung
unterstützt werden. Während früher das Mindestalter für eine
Programmteilnahme 18 Jahre war, können zukünftig bereits 16-Jährige
teilnehmen. Mit dieser Veränderung soll vor allem das Nachholen eines
Hauptschulabschlusses ermöglicht werden.
"Wien lässt junge Menschen beim Berufseinstieg nicht im Stich. Mit
der Wiener Ausbildungsgarantie sorgen wir dafür, dass allen
Jugendlichen ein für sie passendes Angebot gemacht wird. Wir helfen
beim Übergang von der Schule in den Beruf, wir garantieren die
Möglichkeit einer Lehrausbildung in einem Betrieb oder in
Lehrwerkstätten und wir ermöglichen das Nachholen von
Bildungsabschlüssen. "Meine Chance" soll eine echte zweite Chance für
eine erfolgreiche berufliche Zukunft sein", beschreibt
Vizebürgermeisterin Brauner die Ziele von "Meine Chance".
Fakten: "Meine Chance"
- Potenzielle TeilnehmerInnen werden durch das AMS zu
Informationsveranstaltungen eingeladen.
- Jene TeilnehmerInnen, die ihren Hauptschulabschluss nachholen
möchten, besuchen einen neunmonatigen Vorbereitungskurs.
- "Meine Chance" wird in einem Kurssystem geführt, in dem
individuelle und tragfähige Bildungs- und Berufseinstiegspläne
erstellt werden.
- In der anschließenden Qualifizierungsphase absolvieren die
TeilnehmerInnen die im Bildungsplan vereinbarten Qualifizierungen
und Weiterbildungen.
- Damit die TeilnehmerInnen die erworbenen Qualifikationen
beruflich umsetzen können, gibt es Unterstützung während
des gesamten Bewerbungsprozesses.
- 200 Jugendliche können im Regelbetrieb durch "Meine Chance"
unterstützt werden.
- "Meine Chance" wird vom waff, Bund und Europäischen Sozialfonds
(ESF) mit insgesamt 1,1 Millionen Euro finanziert. Die Stadt Wien
beteiligt sich durch den waff mit rund der Hälfte.
- Infos zu "Meine Chance" gibt es bei der Kümmer-Nummer unter
0800 20 20 22.
Das waff-Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung - einzigartige
Unterstützung für berufstätige WienerInnen
Gerade in einer wirtschaftlichen Krisensituation fragen sich viele
ArbeitnehmerInnen, wie sicher ihr Arbeitsplatz ist, wie sie mit neuen
betriebliche Anforderungen zurecht kommen werden und wie sie
berufliche Chancen nützen können. Der waff bietet mit dem
"Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung" ein österreichweit
einzigartiges Unterstützungsangebot, wenn es um Antworten auf diese
Fragen geht. Und wie wichtig eine solche Unterstützung ist, zeigen
folgende Zahlen: Allein die Anzahl der Erstkontakte ist im ersten
Halbjahr 2010 um 55 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2008
gestiegen. Auch die Zahl der KundInnen, die entweder in die Beratung
kamen oder eine Basisförderung in Anspruch nahmen, stieg im
Vergleichszeitraum um 18 Prozent.
"Die Stadt Wien hat mit dem waff-Beratungszentrum eine
Anlaufstelle für alle Wiener Beschäftigten geschaffen, die sich
beruflich verändern wollen oder müssen. 100.000 Beratungsfälle wurden
bereits im waff-Beratungszentrum abgewickelt und insgesamt mehr als
20 Millionen Euro an Fördermittel zugesagt", präsentiert
waff-Geschäftsführer Fritz Meißl bisher erreichte Meilensteine. "Zum
einen bietet unser umfangreiches Dienstleistungsangebot einschlägige
Basisinformationen und kostenlose Beratung für alle Wiener
Beschäftigten. Zum anderen sind unsere Angebote auf die Bedürfnisse
arbeitsmarktpolitisch relevanter Zielgruppen wie Frauen,
Migrantinnen, Geringqualifizierte zugeschnitten", beschreibt
waff-Geschäftsführer Fritz Meißl die Eckpfeiler des
waff-Beratungszentrums.
Der waff hat auf die verstärkte Nachfrage reagiert und bietet den
WienerInnen noch mehr Unterstützung: Die eingesetzten Fördermittel
wurden bereits von 2008 auf 2009 um zehn Prozent auf 4,6 Millionen
Euro erhöht, wovon 7.000 WienerInnen profitierten. Auch das Budget
zur Förderung von Frauen wurde 2010 aufgestockt. 400.000 Euro mehr
stehen für die Qualifizierung von beschäftigten Frauen zur Verfügung.
Und mit dem Weiterbildungs-Tausender gibt es jetzt einen neuen und
unbürokratischen Anreiz für berufsbezogene Weiterbildung.
Weiterbildung hilft: Die Wirkungen des waff
Die Unterstützung durch den waff wirkt sich positiv auf den Wiener
Arbeitsmarkt aus. Allein 2009 konnte der waff mit seiner gesamten
Angebotspalette für Beschäftigte, neu Zugewanderte, Arbeitsuchende
und Unternehmen fast 30.000 neue KundInnen unterstützen. Von 2008 auf
2009 wuchs die Zahl der neuen KundInnen um 14 Prozent, vor allem die
Inanspruchnahme durch beschäftigte WienerInnen ist deutlich
angestiegen.
Die Wirkungen des waff werden jährlich vom Institut Synthesis
erfasst. Die Ergebnisse sind durchwegs positiv:
~
- So sind Personen, die 2009 waff-Angebote genützt haben,
im Vergleich zu Personen, die dies nicht getan haben,
durchschnittlich 31 Tage länger in Beschäftigung und 21 Tage
kürzer arbeitslos.
- Außerdem beziehen Personen, die waff-Förderungen erhalten haben
jährlich 2.030 Euro mehr Einkommen als vergleichbare Personen,
die keine waff Unterstützung in Anspruch genommen haben.
- Ohne waff hätte es 2009 um 2.500 Beschäftigungsverhältnisse
weniger gegeben.
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Darüber hinaus zeigt sich, dass die WienerInnen mit den Angeboten
des waff sehr zufrieden sind. Mehr als 80 Prozent der beschäftigten
WienerInnen, die sich an den waff wenden, geben dem waff-Beratungs-
und Förderangebot die Note 1 oder 2. Über 95 Prozent würden den waff
weiterempfehlen. Auch den BeraterInnen wird ein tolles Zeugnis
ausgestellt: 90 Prozent der beschäftigten KundInnen sind mit dem
Engagement und mit der Fachkompetenz der BeraterInnen äußerst bzw.
sehr zufrieden.
Rückfragehinweis:
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Mag. Wolfgang Hassler
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Tel.: 01/4000-81 845
E-Mail: wolfgang.hassler@wien.gv.at
Mag.a Ilkim Erdost
Mediensprecherin Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
Tel.: 01/217 48 320
E-Mail: ilkim.erdost@waff.at
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