- 10.08.2010, 13:40:58
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Pflege: Kompetenzfrage für Ärztekammer "zweitrangig"
Pflegegeldeinstufung nur gemeinsam mit Ärzten - Jens: "Viel wichtiger ist aber sowieso die Finanzierungsfrage"
Wien (OTS) - Für die Ärztekammer ist eine Pflegegeldeinstufung
unter Ausschaltung einer ärztlichen Expertise "undenkbar". Denn um
eine Pflegegeldnotwendigkeit festzustellen, sei vorab eine
Diagnosestellung notwendig, und diese könne wohl nur von Ärztinnen
und Ärzten kommen. Darauf verwies der Obmann der Sektion
Allgemeinmedizin der Ärztekammer für Wien, Rolf Jens. ****
Er teilt damit dem Ansinnen der Präsidentin des Österreichischen
Gesundheits- und Krankenpflegeverbands, Ursula Frohner, eine klare
Absage hinsichtlich des "Verzichts auf Ärzte" bei der
Pfleggeldeinstufung. Einer stärkeren Einbindung der Pflegeberufe in
das Gutachtungsverfahren stehe aber aus seiner Sicht "nichts im
Wege".
Für Jens ist die Kompetenzfrage aber sowieso von zweitrangiger
Bedeutung. Viel wichtiger sei der Umstand, dass nach wie vor zu wenig
Geld für eine flächendeckende extramurale Pflege in Österreich
vorhanden sei. Vor allem im Hinblick auf die zu erwartenden
demografischen Veränderungen sollten sich die Verantwortlichen also
mehr mit der Finanzierung des Pfleggeldes beschäftigen, statt
akademische Fragen zur fachlichen Gebietsaufteilung vom Zaun zu
brechen", betonte Jens. (hpp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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