- 09.08.2010, 20:26:41
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Reichlich Nahrung für Resignation (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 10. August 2010
Klagenfurt (OTS) - Wenn sich jetzt in den Reihen der Studierenden
neuerlich Protest gegen die Politik der Bundesregierung regt, weckt
das mehr als unangenehme Erinnerungen. Gemeint sind damit aber sicher
nicht die besetzten Hörsäle und der so zum Ausdruck gebrachte Wunsch
der Betroffenen, den Finger auf die Wunden der heimischen
Bildungspolitik zu legen: auf Budgetlöcher, überfüllte Studien und
fehlende Visionen. Nein, was wirklich einen schalen Nachgeschmack
hinterlassen hat, sind die Worthülsen, die wenig ambitionierten
Beschwichtigungen und Platitüden, mit denen die Studenten abgespeist
wurden. Ein seriöses Konzept, wie sich universitäre Bildung in
Österreich zukunftsorientiert gestalten lässt, sind die
Wissenschaftsminister bislang schuldig geblieben. Bis jetzt sickerten
nur Bruchstücke unausgereifter Ideen durch. Geht das so weiter,
weicht der Protest wohl bald der Resignation.
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