• 02.08.2010, 16:05:09
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter "Geld als alleiniger Politikinhalt"

Jörg Haider und seine Obsession, über Geld zu reden und viel davon zu haben

Wien (OTS) - Viele Leser schreiben uns, wir sollen doch Jörg
Haider in Ruhe lassen, so wie das unser Karikaturist sieht. Aber
Haider prägt unser Land über seinen Tod hinaus, also müssen wir uns
weiter mit ihm beschäftigen. Zum Beispiel mit seiner Obsession,
Politik nur über Geld zu definieren. Bei seinen Taferln ging es um
Summen, die er anderen geneidet hat. Seine Mitarbeiter durften nicht
viel verdienen, mussten aber den teuren Kult um Markenprodukte
mitmachen. Mit KHG hatte er einen ernsten Konflikt, weil dieser sein
Ministergehalt zur Gänze behalten wollte. (Damals hat Grasser das
noch gereicht). Und den Feudalherrn gab Haider, als er an Kärntner
öffentlich Bares auszahlte, Geld, das ihm nicht gehörte, aber dem
Land noch heute fehlt.
Natürlich wird Politik ganz wesentlich über die Finanzen definiert
- über Verteilungsgerechtigkeit werden wir in den nächsten Monaten
noch heftig streiten. Aber Politiker müssen ihren Wählern auch
Perspektiven jenseits der Budgets eröffnen. Diejenigen, die das
können, werden dann Staatsmänner/frauen genannt.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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