Klagenfurt (OTS) - Oft kann man sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass die Politik mancher Mandatare sich in einer Aneinanderreihung von Willkürakten erschöpft. Wenn nun Landesrat Josef Martinz überfallsartig ankündigt, der Fachhochschulstandort Klagenfurt solle aufgelöst werden, ist das so ein Fall. Noch im Jahr 2006 hatte die Welt ganz anders ausgesehen. Martinz und seine Partei gaben damals vollmundig eine Garantie für die vier Fachhochschulstandorte Kärntens ab und brachten dies auch noch via Resolution zu Papier. Nun zückt man dessen ungeachtet eifrig den Sparstift - offensichtlich auch ohne sich zumindest parteiintern auf einen gemeinsamen Standpunkt verständigt zu haben. So zeigte sich ÖVP-Stadtparteichef Peter Steinkellner empört über die Pläne. Auch die Behauptung, alles sei mit dem Koalitionspartner akkordiert, befremdet, zumal Bürgermeister Christian Scheider mit allen Mitteln gegen Schließungspläne zu kämpfen gedenkt. Einen Zickzackkurs zieht Martinz offenbar allen langfristigen Bildungskonzepten vor - je nach aktuellem Bedarf.
Rückfragehinweis: Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, Mag. Michaela Geistler-Quendler, Tel.: 0463/5866-514, E-Mail: michaela.geistler-quendler@ktz.at
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