• 29.07.2010, 16:39:29
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Neues Volksblatt: "Affentheater" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 30. Juli 2010

Linz (OTS) - Was täte die Opposition eigentlich ohne die Aufregung
über den Budgetfahrplan der Regierung? Sicher, das Thema Zuwanderung
ist auch noch gut geeignet, ein paar mediale Wellen zu schlagen (die
FPÖ träumt ja schon von einem neuen Österreich-Volksbegehren), aber
dann? Gerald Grosz, Vize-Chef des BZÖ und einer der umtriebigsten
Aussendungsverfasser (er muss seine Texte wohl selbst schreiben, denn
ein Profi würde solche Kreationen nicht in die Welt setzen), müsste
wohl seinem eigenen Vorschlag Folge leisten, der da lautet: Keine
Gagen für die Politiker in der langen Sommerpause.
Aber heuer gilt ja selbst das Hinwarten auf eine allfällige
Sondersitzung als Arbeit. Geradezu rührend war gestern zu beobachten,
wie sowohl Blaue als auch Grüne um Seriosität in dieser Causa bemüht
sind. "Jenseits von Sommerklamauk" will die FPÖ eine
"gesamt-oppositionelle Vorgangsweise", und die Grünen versprechen
treuherzig ein "Mindestquantum an Seriosität". Da ahnen wohl die
Proponenten des Protests selbst schon, dass es um die Glaubwürdigkeit
ihres Anliegens auch nicht sonderlich gut bestellt ist. Mit
"Affentheater" liegt das BZÖ ausnahmsweise einmal richtig. Bloß: Hat
sich das Parlament dieses oppositionelle Affentheater wirklich
verdient?

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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