Wien (OTS) - Vor wenigen Tagen war im KURIER zu lesen, dass sich
die FPÖ in einer sommerlichen Lethargie befinde. Kaum war diese
Diagnose publik, sind die beiden rechten Parteien wieder erwacht. Und
glauben, das angebliche Nachrichtenloch wieder füllen zu müssen.
Vielen Dank, wäre nicht notwendig gewesen.
Man muss nur eine Stunde lang die Meldungen in der
österreichischen Presseagentur (APA) verfolgen und vor allem jene,
die unter der inhaltlichen Verantwortung des Aussenders stehen, für
die also die APA gar nix kann. Dann sieht man sofort, welche Parteien
im Moment aktiv sind. Am Donnerstag, zwischen 9 und 10 Uhr etwa,
waren es ausschließlich FPÖ und BZÖ.
Zuerst beharrte der Kärntner FP-Vorstand auf den Parteitag im
November. Dann kam sich Landeshauptmann Dörfler zu Wort. Gefolgt von
HC Strache, der das Migranten-Kaufkraft-Argument als Schwachsinn
bezeichnete. FPÖ-Mann Dietbert Kowarik schimpfte über Prostituierte
in Wien, und sein Parteifreund Norbert Hofer über den Ruf nach
Zuwanderung. Den Vogel schoss aber der stv. BZÖ-Chef Gerald Grosz ab,
der das Aussetzen der Politikergehälter im Sommer forderte.
War das nicht angenehm, als es ruhig war?
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