• 29.07.2010, 15:58:58
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1000 junge Leute verbessern die Welt

Internationales Falkencamp in Döbriach

Döbriach/Millstättersee (OTS) - Viele verschiedene Sprachen,
Kulturen und Sichtweisen treffen derzeit in Döbriach aufeinander.
Maria Celeste aus Bolivien, Radek aus Tschechien und auch Sara aus
Wien sind begeistert vom internationalen Camp auf dem Gelände der
Kinderfreunde und Roten Falken in Döbriach am Millstättersee. Die
Internationale Falkenbewegung (IFM) rief zum "Train for Change" und
1000 junge Leute aus 36 Nationen sind gekommen.

Seit 25. Juli und noch bis 6. August arbeiten die jungen Leute am
"Change". "Ändern wollen wir vieles", erklärt IFM-Präsident Tim
Scholz. "Es geht uns um die Einhaltung der Kinderrechte auf der
ganzen Welt, wir setzen uns mit Vorurteilen, Geschlechterfragen und
Rassismus auseinander, wir wollen etwas gegen den Klimawandel
unternehmen und über eine gerechtere Weltwirtschaft nachdenken."
Dafür finden rund 120 verschiedene Workshops statt.

"Change": auch beim Ort des Camps

"Das Besondere ist nicht nur Größe und Internationalität des
Camps, sondern auch der Umstand, dass wir am Samstag die Zelte hier
in Döbriach abbrechen und dann in Jedovnice in Tschechien wieder
aufbauen", meint Campleiter Günther Leeb. Er ist zufrieden und
beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen, "obwohl oft wenig
gemeinsame Sprache vorhanden ist". Die Themen würden sich auch beim
gemeinsamen Spielen und Singen wiederfinden und auch daraus werde
viel gelernt.

Zusammenleben, Kennenlernen

Die jungen Leute leben ihre Kulturen und Sprachen mit Freude und
Offenheit für andere. Das große Campgelände ist in kleinere
"Villages"(Dörfer) unterteilt, in dem sich bunt zusammengewürfelt die
TeilnehmerInnen aus verschiedensten Nationen ihre Mahlzeiten und
Zelte teilen. "Alleine durch das Zusammenleben mit vielen
verschiedenen Kulturen öffnet sich der Horizont und die
TeilnehmerInnen nehmen sich viele Freundschaften und Einladungen in
andere Länder mit nach Hause", berichtet Karoline Buchberger,
oberösterreichische Landesfalkenvorsitzende.

Afrika-Schwerpunkt bewegt

"Weil viele Menschen aus Afrika hier sind, beschäftigen wir uns
besonders mit den Entwicklungen und Problemen dieses Kontinents",
erzählt Günther Leeb. Hautnah von den Lebensumständen der Menschen zu
erfahren, sei für viele ein besonders Erlebnis.

Allgemeine Info

Am IFM-Camp nehmen junge Leute zwischen 12 und 25 Jahren teil. Sie
kommen aus England "Woodcraft Folk", von den "Falken" aus
Deutschland, von "Nuoret Kotkat" aus Finnland, von "Esplais Catalan"
aus Spanien, von "Fenix" aus der Slowakei, von den "Pionyr" aus
Tschechien. Außerdem sind Menschen aus Lateinamerika (Brasilien,
Peru, Kolumbien, ...), Asien (Indonesien, Bangladesh und Indien) und
Afrika (Senegal, Mauritius, West-Sahara, Liberia, Mali) und Nahost
(Israel und Palästina) mit dabei. Aus Österreich sind rund 80
Personen bei beiden Teilen des Camps mit dabei. Am Gelingen des Camps
wird seit einem Jahr von einem Team von 12 Personen aus
Österreich,Tschechien und dem IFM-Büro in Brüssel gearbeitet, rund 60
MitarbeiterInnen engagieren sich ehrenamtlich vor Ort.

Rückfragehinweis:
Mag. Günther Leeb, Tel. 0699/17063837

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