- 29.07.2010, 14:49:07
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EURODET: Öffentliche Verkehrsmittel diskriminieren Sicherheitsberufe
Offener Brief an den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR)
Wien (OTS) -
Sehr geehrte Damen und Herren der Verkehrsverbund Ost-Region GmbH!
Gemäß Ihrem Leitbild ist "VOR" ein "serviceorientiertes
Unternehmen", welches "allen Anspruchsgruppen die bestmögliche
Unterstützung bei ihren Bedürfnissen bereitstellt".
Unter Punkt D Z 1 lit e Ihrer aktuellen Beförderungsbedingungen
ist jedoch folgendes verankert:
"Von der Benützung sind insbesondere ausgeschlossen: Personen, die
geladene Schusswaffen mit sich führen, mit Ausnahme der Polizei."
Der Europäische Detektiv-Verband EURODET übt scharfe Kritik an
dieser den Gleichheitsgrundsatz verachtenden Formulierung. Angehörige
der Bundespolizei sind keineswegs die einzigen, die auf Grund
"besonderer, berufsbedingter Gefahren" Waffen führen dürfen - auch
Berufsdetektive, Beamte der Zollverwaltung, der Justizwache, der
militärischen Nachrichtendienste sowie milit. Kuriere gehören dieser
Gruppe an. Ebenfalls allen gemein: Sie sind auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen (VOR: "besser unterwegs").
Österreichischen Berufsdetektiven stehen besondere Befugnisse
(u.a. gem. §129 GewO) wie z.B. der bewaffnete Schutz von Personen zu;
die Zuverlässigkeitsüberprüfungen für Berufsdetektive sind teilweise
sogar deutlich strenger als die für ihre beamteten Kollegen.
Der Europäische Detektiv-Verband fordert daher die umgehende
Abänderung der Formulierung z.B. in: "...mit Ausnahme staatlicher
oder gewerblicher Sicherheitsorgane" sowie eine entsprechende
Stellungnahme.
Rückfragehinweis:
EURODET - Europäischer Detektiv-Verband
Mag. Karl Stephan Novak, Public Relations
[email protected], Tel.: 1 5449532-23
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