• 29.07.2010, 14:37:38
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Silbernes Ehrenzeichen für einen "mutigen Hoffnungsbringer"

LH Sausgruber ehrte Pater Manfred Marent mit hoher Landesauszeichnung

Lochau (OTS/VLK) - Dem aus Schruns im Montafon stammenden
Kapuzinerpater Manfred Marent wurde heute, Donnerstag, von
Landeshauptmann Herbert Sausgruber das Silberne Ehrenzeichen des
Landes Vorarlberg überreicht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in
Lochau würdigte Sausgruber das jahrzehntelange Wirken Marents als
Missionar und engagierter Entwicklungshelfer im Inselstaat
Madagaskar.

Seit 1960 ist Marent, der im Oktober seinen 80. Geburtstag feiert,
auf Afrikas größter Insel im Missionseinsatz. Er leitete Antsakabary,
eine der abgelegensten Stationen der Diözese Ambanja. Dort wurde er,
wie er selbst sagt, "fast zum Einheimischen". Um alle Dörfer zu
erreichen, war er gezwungen, unter großen Gefahren beschwerlichste
Märsche zurückzulegen. Von seiner Aufgabe, Missionsarbeit zu
verrichten und den Armen zu helfen, ließ er sich jedoch nicht
abbringen. Heute ist Marent, der 2004 sein goldenes Priesterjubiläum
(50 Jahre) gefeiert hat, Guardian (Leiter) im Provinzialat "St.
Fidèle" in der Hauptstadt Antananarivo.

Lebenssituation spürbar verbessert

"Die Arbeit unter härtesten Bedingungen hat bei den Menschen
einerseits den Mut und die Hoffnung gestärkt und andererseits die
Lebenssituation im Ganzen spürbar verbessert", lobte Sausgruber das
Engagement von Pater Marent. Insbesondere im Schul- und
Gesundheitswesen, aber auch in der Landwirtschaft konnte durch den
tatkräftigen Einsatz viel bewegt werden. Mehrere Schulen gehen auf
seine Initiative zurück. Der Entschluss für ein selbstloses Leben im
Dienste des Nächsten sei ein Zeugnis der ehrlichen Anteilnahme und
ein Beleg für die große Hingabe, für Idealismus und beachtlichen
Optimismus, sagte der Landeshauptmann. In den vielen Jahren auf
Madagaskar hat Marent die auf der Insel beheimateten Volksgruppen gut
kennengelernt. Über die viertgrößte Gruppe, die "Tsimihety",
verfasste Marent mehrere Berichte sowie ein Buch.

Große Spendenbereitschaft

Für die Umsetzung der zahlreichen Entwicklungsprojekte mussten
immer wieder Spenden gesammelt werden. Tatkräftige Unterstützer
fanden sich von Anfang an in der Heimatpfarre in Schruns. Bald
erreichten Spenden aus ganz Vorarlberg den Kapuzinerorden auf
Madagaskar. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat auch das
Land regelmäßig Projekte finanziell unterstützt. "Pater Marent und
seine Glaubensbrüder haben nachhaltige Projekte durchgeführt. Man ist
darauf bedacht, die Menschen in die Lage zu versetzen, dass sie ihre
Lebensverhältnisse aus eigener Kraft besser gestalten können", so
Sausgruber.

Pater Manfred Marent

Marent wurde am 22. Oktober 1930 in Schruns geboren. Von 1941 bis
1944 besuchte er die Oberschule für Jungen in Bludenz. Im Jahr 1945
trat er in die fünfte Klasse des Paulinums in Schwaz/Tirol ein. Zwei
Jahre später, im Jahr 1947, wechselte Marent ins Noviziat zu den
Kapuzinern nach Innsbruck. Nach seiner Priesterweihe 1954 war er
zunächst drei Jahre in Ried im Innkreis (OÖ) tätig. Im Anschluss
daran arbeitete er zwei Jahre im Landecker Stadtteil Perjen. 1960
wurde Marent auf eigenen Wunsch nach Madagaskar entsandt, wo er seit
nunmehr 50 Jahren tätig ist.

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