- 29.07.2010, 08:56:10
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ÖAMTC-Tunnel-Test 2010: Österreichs neue Autobahntunnel sind top in Europa, Teil 1 (+ Grafik, + Foto, + Video)
Hierzulande zeigen Investitionen der vergangenen Jahre Wirkung
Wien (OTS) - "EuroTAP, der Europäische Tunneltest, bleibt am
Ball", hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnerclubs in ganz Europa
im vergangenen Jahr versprochen. Und so liegt jetzt zum zwölften Mal
das Ergebnis des aktuellen Tunneltests (26 Tunnel in 13 Ländern) vor.
16 Mal wurde die Note sehr gut vergeben - darunter auch an die drei
österreichischen Tunnel im Test -, vier Mal gut und zwei Mal
ausreichend. "Der Jubel ist verhalten, denn immerhin drei Tunnel
wurden mit einem Bedenklich und ein Tunnel in Island sogar mit einem
Mangelhaft eingestuft", sagt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke.
3 Mal 1 für Österreich, aber: Sicherheit für gehbehinderte
Personen fehlt oft
In Österreich wurden Katschberg, Tanzenberg und Kreuzenstein
Tunnel getestet. Der Katschberg Tunnel, im Testjahr 1999 als
bedenklich eingestuft, 2002 nach erster Modernisierung mit
ausreichend, wurde beim heurigen EuroTAP mit sehr gut beurteilt. Er
bekam eine zweite Röhre verpasst und verfügt nun über genügend
Notausgänge zur Nachbarröhre. Die alte Röhre wurde saniert, beide
sind jetzt mit neuer Tunneltechnik einschließlich moderner
Videoüberwachung und Verkehrstechnik ausgestattet. "So ähnlich darf
man sich auch den Tauerntunnel ab Juni 2011 vorstellen", sagt der
ÖAMTC-Experte. Der gleichartige Tunnel an der Tauern Autobahn (A10)
wird dann auch über zwei vollwertige Röhren ohne Gegenverkehr
verfügen. Auch der jetzt "sehr gute" Tanzenberg Tunnel ist beim Test
im Jahr 2001 nur mit ausreichend eingestuft worden. "Er wurde
mittlerweile saniert und mit dem neuesten technischen Standard
nachgerüstet. Diese Investitionen haben sich also wirklich gelohnt",
lobt der ÖAMTC-Experte.
Der bestbewertete Tunnel in Österreich ist aber der erst heuer
eröffnete und zum ersten Mal getestete Kreuzenstein Tunnel der neuen
Wiener Außenring Schnellstraße (S1) bei Korneuburg. Er verfügt über
einen durchgehenden und 3,50 Meter breiten Pannenstreifen und
zahlreiche Notzufahrten für die Feuerwehren. "Gleich beim Einstieg
sehr gut, das ist wirklich erfreulich, weil sich zeigt, dass man aus
den Fehlern anderer Tunnel gelernt hat", sagt der
ÖAMTC-Tunnelexperte.
Besonderes Augenmerk hat der ÖAMTC in diesem Test auf die
Sicherheit von gehbehinderten Personen gelegt. In allen drei Tunnel
kann man sich auch im Rollstuhl über befahrbare Fluchtwege retten,
aber nur im Kreuzenstein Tunnel steht mit dem Pannenstreifen ein
Fluchtweg abseits der Fahrbahn zur Verfügung. "In den meisten anderen
Tunnel sind gehbehinderte Personen auf fremde Hilfe angewiesen",
warnt der ÖAMTC-Experte. Auch im meist befahrenen Tunnel Österreichs,
dem Kaisermühlen Tunnel der Donauufer Autobahn (A22) in Wien, können
Rollstuhlfahrer wegen der Randsteine weder die Fluchtwege erreichen
noch kommen sie an Notrufeinrichtungen heran. "Das muss dringend
geändert werden", betont Matzke. Eine Großsanierung aller alten
Tunnel in Wien samt Errichtung einer neuen Tunnelwarte wurde bisher
über Jahre hinausgeschoben.
Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik mit den Gesamtergebnissen zu allen 26 getesteten
europäischen Straßentunnel sowie Fotos zu dieser Aussendung sind
unter www.oeamtc.at/presse abrufbar. Videomaterial ist bei der
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter der Nummer (01) 711 99 1218
erhältlich.
(Fortsetzung)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at
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