• 28.07.2010, 11:12:44
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Faymann: Werte und Haltungen Bruno Kreiskys heute aktueller denn je

Außenpolitisches Engagement brachte großes Ansehen für Österreich

Wien (OTS/SK) - "Sein Weitblick und seine Offenheit für die
Anliegen der Menschen haben Bruno Kreisky zu einer der
herausragendsten politischen Persönlichkeiten der Zweiten Republik
gemacht", so Bundeskanzler Werner Faymann zu Kreiskys Todestag, der
sich morgen, am 29. Juli, zum 20. Mal jährt. "Bruno Kreisky war
prägend für mich, so wie für alle Politiker meiner Generation. Ich
habe das Glück gehabt, dass ich ihn noch persönlich getroffen und
gesprochen habe - das war äußerst beeindruckend. Zuletzt habe ich
wieder in seine Reden hinein gelesen - als Vorbereitung für unseren
Parteitag im Juni. Die Werte und Haltungen, die Bruno Kreisky damals
so nachdrücklich vertreten hat, zum Beispiel, wie wichtig
Verteilungsgerechtigkeit für den Wohlstand und eine Gesellschaft
sind, all das ist heute aktueller denn je", so Werner Faymann. ****

Mit dem Namen Bruno Kreiskys bleiben die für die 2. Republik so
beispielhaften Reformen im sozial- und gesellschaftspolitischen
Bereich ebenso in Erinnerung wie der konsequente Ausbau und die
Weiterentwicklung des Sozial- und Wohlfahrtsstaates. Diesen
bezeichnete Bruno Kreisky selbst als die größte politische
Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. "Die Investitionen in Bildung
und Wissenschaft und in das soziale Miteinander haben die
Gesellschaft Österreichs verfestigt und seine Reformpolitik hat in
ihrer Gesamtheit zu einer gesellschaftlichen Veränderung des
politischen Systems Österreichs geführt", betont Werner Faymann
weiter, "in seinem Sinne müssen wir jetzt auch die Reform der Schule
fortsetzen."

"Nicht nur innenpolitisch konnte Kreisky mit Reformen im Sozial- und
Rechtssystem entscheidende Fortschritte für Österreich einleiten, von
denen die Menschen bis heute profitieren. Auch außenpolitisch genoss
er hohes Ansehen. Er setzte sich international für eine aktive
Friedens- und Entwicklungspolitik ein und sein Beitrag zur Beilegung
des Nahost-Konflikts wurde international viel beachtet und brachte
Österreich hohes Ansehen", so Faymann, für den feststeht: "Das
politische Wirken Bruno Kreiskys hat bis heute Bestand - für die
Sozialdemokratie und Österreich."

Bruno Kreisky sei zutiefst der Entspannungspolitik zwischen den
beiden großen weltpolitischen Blöcken dieser Zeit verbunden gewesen
und gelte als einer der bedeutenden Wegbereiter des
Helsinki-Prozesses, mit dem erstmals in den Schlussakten die
Verankerung der Menschenrechte für alle europäischen Staaten, auch
die kommunistischen Länder, verbunden war. Die Sicherheit Österreichs
könne am besten durch eine aktive Neutralitätspolitik und durch
internationales Engagement gewährleistet werden, war einer der vielen
bekannten Sätze von Bruno Kreisky. Wien wurde dank Kreisky zunehmend
Ort der internationalen Begegnungen und die Weltöffentlichkeit hat
sich immer wieder nach Österreich gerichtet. Mit dem Bau der UNO-City
konnte Wien zum dritten Sitz der Vereinten Nationen etabliert werden
und durch die Errichtung des Konferenzzentrums wurde dieser Gedanke
des internationalen Dialogs akzentuiert, so Werner Faymann weiter.

"Das innen- wie außenpolitische Vermächtnis Bruno Kreiskys ist
zeitlos. Seine Werthaltungen und Prinzipien sind heute Aufgabe,
Verpflichtung und Herausforderung für unsere, aber auch für die
künftigen politischen Generationen. Dies wollen wir uns ganz
besonders an seinem 20. Todestag vor Augen halten", schließt der
Bundeskanzler. (Schluss) sa

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Tel.: 01/53427-275
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